Modulare Wechselrichter für Baukastensystem

Wechselrichter von STABL Energy
Die Wechselrichter-Technologie von STABL Energy steuert die gebrauchten Batterien softwarebasiert an und gleicht Unterschiede bei Restkapazität und Spannung aus. Damit wird der Einsatz von Second-Life-Modulen deutlich einfacher. Foto: STABL Energy GmbH

27.05.2021 – Die Vorarlberger e.battery systems GmbH, Entwickler und Hersteller von Batteriesystemen, hat sich die Wechselrichter-Technologie von STABL Energy im Bereich Second-Life-Batterien gesichert. Die beiden Unternehmen schlossen ein Abkommen über eine Zusammenarbeit bei Entwicklung und Vertrieb von Energy-Storage-Systemen. Bereits im kommenden Jahr soll das Produkt weltweit verfügbar sein und mehrere Megawattstunden Speicher installiert werden. STABL Energy ist eine Ausgliederung der Universität der Bundeswehr München und TU München.

Einen Zukunftsmarkt sieht e.battery systems bei Energiespeichern mit über 100 Kilowattstunden Kapazität. Sie könnten in Industrie und Gewerbe Lastspitzen abfangen und den Eigenverbrauch von Photovoltaikanlagen erhöhen. Dafür eigne sich der Einsatz sogenannter Second-Life-Module. Gebrauchte Batterien aus Elektroautos beispielsweise verfügen nach 250.000 Kilometern meist noch über 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität, wie e.battery systems berichtet. In Energiespeichern könnten sie noch jahrzehntelang eingesetzt werden und sparen so Kosten und Ressourcen für die Herstellung neuer Batterien. Die Umweltbilanz von Elektroautos verbessere sich deutlich, so das Vorarlberger Unternehmen.

Neue Einsatzmöglichkeiten für gebrauchte Module

Technisch sei der Einsatz von Second-Life-Modulen eine Herausforderung, da jedes gebrauchte Modul in unterschiedlichem Zustand (State of health) ist, eine andere Restkapazität habe und eine etwas andere Spannung liefere. Bisher mussten diese Module vor dem Zusammenschalten aufwändig in einen gleichwertigen Zustand gebracht werden. Der Ausfall eines Moduls hatte den Ausfall des Gesamtsystems zur Folge.

Die Wechselrichter-Technologie von STABL Energy steuert die Module softwarebasiert an und gleicht die Unterschiede aus. Auch den Ausfall eines Moduls könne die Software ausgleichen. Zudem seien die modularen Wechselrichter wartungsarm und günstiger.

Marktstart für 2022 geplant

In den kommenden Monaten arbeiten die beiden Unternehmen gemeinsam am Bau des ersten Prototyps. Zudem werden die Patente für die Entwicklungen gesichert. Ab September soll die Zertifizierung erfolgen. Das Produkt soll Anfang 2022 zunächst auf dem europäischen Markt erhältlich und später weltweit verfügbar sein. (ds)

www.e-batterysystems.com
www.stabl.com

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