DIGIMONDO und items kooperieren bei 450-MHz

08.06.2021 – Der IoT-Software-Anbieter DIGIMONDO GmbH und der IT-Dienstleister items GmbH vertiefen und erweitern ihre 2019 gestartete, auf die Digitalisierung der Energiewirtschaft ausgerichtete Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen die Partner nun auch die 450-MHz-Funkfrequenzen für IoT-Anwendungen praktisch nutzbar machen. „Der Aufbau des 450-MHz-Netzes ist der erste Schritt, jetzt gilt es darauf basierend auch konkrete Use-Cases zu realisieren und diese in eine IoT-Gesamtstrategie einzubinden“, erklärt Alexander Sommer, Mitglied der Geschäftsleitung für den Bereich Innovation und Transformation bei items.

450-MHz-Funktechnologie per Plug and Play

DIGIMONDO und items wollen gemeinsam praktische Anwendungsfälle für die 450 MHz-Funkfrequenz entwickeln. Das betrifft einerseits das Testen, Auswählen und Integrieren geeigneter Sensoren für Anwendungen im Versorgungsnetz, andererseits die Integration des 450-MHz-Frequenzbereichs in die Plattform niota von DIGIMONDO, der ersten IoT-Software mit Digital Twin. „Wir wollen die Technologie so operationalisieren und integrieren, damit Stadtwerke und Netzbetreiber sie künftig per Plug and Play nutzen können“, so Christopher Rath, Geschäftsführer von DIGIMONDO. „Parallel wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern im IoT-Konsortium Civitas Connect Anwendungsfälle identifizieren und spezifizieren. Praxisprojekte werden dazu beitragen, die Technik schnell zum Leben zu bringen“, ergänzt Alexander Sommer.

Digimondo items 450 MHz
Ein Ziel der Kooperation ist die Integration des 450-MHz-Frequenzbereichs in die Plattform niota von DIGIMONDO. Bild: DIGIMONDO GmbH

Dabei soll die 450-MHz-Funkfrequenz keineswegs isoliert betrachtet werden, sondern im engen Kontext mit anderen Datentransfer-Technologien wie LoRaWAN, Narrowband-IoT oder LTE. Alle Kanäle sollen mit der DIGIMONDO-IoT-Software verknüpft und integriert betrieben werden.

Sinnvoll kombinieren

Die 450-MHz-Funkfrequenz hat einen klaren Fokus auf klassische KRITIS-Anwendungen und das Auslesen intelligenter Messsysteme sowie das Steuern von Erzeugungsanlagen, Energiespeichern und Ladeinfrastrukturen von Elektromobilen. Ein offener Funkstandard wie LoRaWAN andererseits adressiert primär netzferne Aufgaben in der Smart City. Eine klare Abgrenzung gebe es aber nicht, sind sich Sommer und Rath einig. Für das Auslesen von Kabelverteilerschränken, Wärmemengenzählern oder Brunnenpegelsensoren beispielsweise sei LoRaWAN passender und ausreichend.

In vielen Anwendungsfällen werde man beide Technikwelten sinnvoll kombinieren können, indem etwa das klassische Metering via Smart Meter-Gateway und 450-MHz-Funknetz organisiert wird. Andere Parameter werden im Gebäude oder im Quartier sensorbasiert erhoben, die Daten per LoRaWAN eingesammelt und ggf. via CLS-Schnittstelle am Smart Meter-Gateway ebenfalls über das 450-MHz-Funknetz in die Backendsysteme übertragen. Jede Technologie habe ihre speziellen Stärken und ihre Daseinsberechtigung. „Im Zusammenspiel der Technologien sehen wir immenses Optimierungs- sowie Geschäftspotenzial und somit eine große Chance für Stadtwerke, Energieversorger und Netzbetreiber“, so Rath. (pq)

www.digimondo.de
www.itemsnet.de

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