Ladeinfrastruktur für neue E-Buslinie

11.06.2021 – Durch eine Kooperation zwischen der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und dem Busunternehmen Transdev Rhein-Main GmbH konnte eine weitere Buslinie in Frankfurt am Main auf E-Mobilität umgestellt werden. Die für den Ausbau benötigte Ladeinfrastruktur und das dazugehörige Lastmanagement kommen von ABB.

E-Buslinie FES Frankfurt Web
Foto: Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH

Bereits im Jahr 2011 wurde von der Wirtschaftsförderung Frankfurt erstmals ein Elektromobilitätskonzept veröffentlicht, das unter anderem die Anschaffung von E-Bussen und den Ausbau der Elektromobilität vorsieht. In der Großstadt mit mehr als 750 000 Einwohnern verkehren seit Ende des Jahres 2020 – zusätzlich zu den bereits in Betrieb genommenen – neu angeschaffte E-Busse auf der Metrobuslinie M60. Die Elektrifizierung weiterer städtischer Buslinien ist für Mitte und Ende 2021 geplant.

Sequenzielle Ladefunktion

ABB lieferte für die Linie M60 fünf Schnellladeeinheiten HVC 150-C mit jeweils zwei Entnahmestellen und sequenzieller Ladefunktion. Statt an ein Ladegerät pro Fahrzeug können mit dieser Lösung zwei Fahrzeuge gleichzeitig an eine Einheit angeschlossen werden. Sobald das erste Fahrzeug den Ladevorgang beendet hat, beginnt das nächste automatisch mit dem Laden. Auf diese Weise können Kosten gesenkt und Ladekapazitäten effektiv genutzt werden. Die ABB HVC-Lösungen sind CCS (Combined Charging Standard) und OCPP (Open Charge Point Protocol) konform und machen nach Angaben des Herstellers den Betrieb von E-Bussen aller Hersteller möglich.

Mithilfe der integrierten Software-Lösung ABB OPTIMAX Energymanagement for SmartCharging können Prozesse wie etwa das automatische Vorheizen der Busse gesteuert oder Ladevorgänge überwacht und analysiert werden. So lasse sich ABB zufolge beispielsweise jedem Bus ein genauer Stromverbrauch zuordnen, damit mögliche Abweichungen sofort erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Strom kommt vom Müllheizkraftwerk

Der Strom für die Ladung der E-Busse der Linie M60 wird durch die Verbrennung von Hausmüll im Müllheizkraftwerk der FES in Heddernheim-Frankfurt klimafreundlich produziert. Dort befinden sich auch die Ladestationen für die Fahrzeuge. In absehbarer Zeit ist an dieser Stelle eine Erweiterung der Nutzfahrzeuge-Flotte von FES mit E-Müllsammelfahrzeugen geplant. Dabei sollen ebenfalls die Ladegeräte von ABB zum Einsatz kommen, welche in das OPTIMAX Energiemanagement eingebunden werden sollen. (ds)

www.abb.de
www.fes-frankfurt.de

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