Bayernwerk AG nimmt Umspannwerk in Naila offiziell in Betrieb

14.06.2021 – Am 10. Juni wurde das Umspannwerk Naila im Landkreis Hof nach mehr als zweijähriger Bauzeit offiziell in Betrieb genommen. Rund sechs Millionen Euro hat die Bayernwerk Netz AG als Betreiber für das neue Umspannwerk aufgewendet.

Dr. Egon Westphal (M.) nimmt am 10. Juni 2021 mit Bürgermeister Frank Stumpf (l.) und Landrat Dr. Oliver Bär (r.) das neue Umspannwerk in Naila in Betrieb. Foto: Bayernwerk AG/Christian Martens

„Das Stromnetz der Region hat ein neues Herzstück. Der Netzausbaubedarf in ganz Bayern bleibt weiter hoch. Netze sind entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Unsere Infrastruktur erfordert immer mehr Digitalisierung und Innovation“, sagte Dr. Egon Westphal, Vorstandsmitglied der Bayernwerk AG anlässlich der Inbetriebnahme. Zudem betonte Westphal den Beginn eines neuen PV-Booms: „Allein 2020 wurden im Bayernwerk-Netzgebiet Anschlussprüfungen für Hochspannungs- und Mittelspannungsnetz für über 11.000 Megawatt angefragt – das entspricht der Leistung von etwa elf Atomkraftwerken.“ Die intelligente Verknüpfung und Steuerung verschiedener Sektoren wie Erzeugung, Mobilität und der Lebensraum der Menschen spiele für eine CO2-freie Zukunft eine wichtige Rolle. Entscheidende Herausforderungen seien heute Digitalisierung, Modernisierung und der bedarfsgerechte Ausbau der Stromnetze.

Technisch ist das Umspannwerk in Naila ist mit einer 110-kV-Schaltanlage und zwei 40 MVA- Netztransformatoren mit der Option zur Erweiterung eines weiteren Netztrafos ausgestattet. Die Hochspannungsanlage speist in eine Mittelspannungsschaltanlage mit 26 Schaltfeldern ein. Die Kosten für den Neubau lagen bei rund sechs Millionen Euro. Insgesamt wendet das Bayernwerk in diesem Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro die für Instandhaltung und Erneuerung der eigenen Energienetze auf.

In Naila hat sich das Bayernwerk für den Neubau des Umspannwerks an einem neuen Standort außerhalb der Stadt entschieden. Am bisherigen Standort hätte für die notwendige Modernisierung und den Ausbau nicht ausreichend Platz zur Verfügung gestanden. Begünstigt wurde die Entscheidung für den Neubau zudem durch die Tatsache, dass einzelne Komponenten in der Altanlage demnächst hätten erneuert werden müssen. (jr)

www.bayernwerk.de

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