Smart Buildings: Wenn Gebäude denken lernen 

24.06.2021 – Das Thema Smart City ist bereits seit einigen Jahren im Fokus von Stadtverwaltungen, Kommunen und städtischen Betrieben. Und tatsächlich: Die Vernetzung der Städte schreitet immer weiter voran. Experten sind sich einig, dass smarte Städte unser Leben künftig revolutionieren wird. Im urbanen Raum von morgen spielen intelligente, selbstlernende Gebäude dementsprechend eine zentrale Rolle. Sie denken mit, interagieren mit Nutzern, Systemen, Bewohnern und Umgebung. Daraus ergeben sich vielfältige Potenziale in den Bereichen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Komfort und Sicherheit.

Smart Buildings haben im Zusammenhang mit Smart Cities eine wichtige Bedeutung für das Gelingen der Energiewende. Foto: COPA-DATA

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung von Smart Buildings nochmal unterstrichen. So lässt sich COVID-Prävention im vernetzen Gebäude unkompliziert digitalisieren – angefangen vom Zutritt über die Belüftung und effiziente Beheizung bis hin zur Temperaturmessung.

Die Automation von Bürogebäuden, Shoppingmalls oder Schulen erfordert dementsprechend eine ganzheitliche und langfristige Perspektive. Um Smart Cities nachhaltig und erfolgreich planen zu können, müssen wir uns jetzt mit den Trends der Zukunft befassen. In dieser hochdynamischen Situation lohnt ein Blick auf Chancen und Herausforderungen sowie den aktuellen Stand der Smartness von Neu- und Bestandsbauten. Wohin entwickelt sich die Gebäudewirtschaft? Und welche Faktoren werden künftig besonders wichtig?

Green Buildings – nachhaltig, sicher und effizient

Der wohl stärkste Antrieb, Gebäude zu digitalisieren, ist der Klimaschutz: Smart Buildings schonen Energie und Ressourcen durch eine effiziente Planung und Nutzung. Das neue Klimaziel der deutschen Bundesregierung sieht vor, dass Deutschland bereits 2045 klimaneutral ist. Da Gebäude derzeit für etwa 40 Prozent des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen verantwortlich sind, muss dieser Sektor den CO2-Ausstoß bis 2030 von 118 Millionen Tonnen (im Jahr 2020) auf 67 Millionen Tonnen senken, um die ambitionierten Klimaziele erreichen zu können.

Neben dem Potenzial der Energieeinsparung bieten Smart Buildings eine Steigerung von Komfort und Lebensqualität sowie maximale Sicherheit. Längst wurde der klassische Schlüssel von elektronischen Zutrittssystemen abgelöst. Das Voranschreiten der Digitalisierung führt zur Vernetzung der einzelnen Zugangskomponenten wie Drehkreuze. Verkehrs- und Besucherströme lassen sich so effizient lenken und unbefugte Zugriffe verhindern. IoT-Services und digitale Features erhöhen das Wohlbefinden.

Die Instandhaltung von Gebäuden auf hohem Niveau ist der Schlüssel zur Erhaltung der Sicherheit. Prädiktive Analysen ermöglichen eine vorausschauende Wartung zum optimalen Zeitpunkt und reduzieren Systemausfälle. Die lückenlose Dokumentation der Daten dient kontinuierlichen Verbesserungsprozessen.

Potenziale vernetzter Infrastrukturen ausschöpfen

Eine integrierte Gesamtlösung wie die Softwareplattform zenon von COPA-DATA bildet das Herzstück von Smart Buildings. Die einzelnen Komponenten sind in eine zentrale Schnittstelle integriert. Komplexe Gesamtarchitekturen bleiben so einfach bedienbar. Durch nahtlose Vernetzung, präzise Kontrolle und Optimierung der Daten können die Systeme vielfältig genutzt werden. Sie ermöglichen mithilfe von IoT-Sensoren das effiziente Management von Aufzügen, Klimatisierung, Lichtsystemen, Wasser, Energie, Brandschutz und Gebäudesicherheit.

Smarte Technologien haben die Art und Weise, wie Gebäude genutzt werden, bereits deutlich verändert. Die einzelnen Anwendungsfelder sind in ihrem digitalen Reifegrad jedoch unterschiedlich weit entwickelt. In den Bereichen Brandschutz und Gebäudesicherheit ist die Vernetzung zum Beispiel bereits weiter ausgereift als bei der Beleuchtung.

Im intelligenten Gebäude sind zahlreiche selbstlernende Systeme automatisiert miteinander verknüpft. Diesen digitalen Reifegrad haben erst wenige Gebäude – ob Neubau oder modernisiert – in Deutschland erreicht. Smart Buildings sind ein großes Wachstums- und Trendthema, die Realisierung steht jedoch erst am Anfang. Es gilt nun, die Potenziale und Mehrwerte intelligenter Gebäude auch wirklich zu heben. (jr)

www.copadata.com

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