Tesvolt will induktives Laden beschleunigen

08.07.2021 – Tesvolt, Hersteller gewerblicher Stromspeicher, wird Anteilseigner von Stercom Power Solutions, ein Technologieunternehmen im Bereich induktives Laden. Beide Unternehmen wollen das kabellose Laden von Autos, Bussen und Lkw vorantreiben.

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Kabelloses Laden von E-Autos erfolgt über Sender- und Empfängerspulen. Foto: Stercom Power Solutions GmbH

Beim kabellosen Laden wird elektrische Energie induktiv, also berührungslos, von einer Magnet-Spule im oder am Boden auf die Empfängerspule im Elektrofahrzeug übertragen. So sind viele kurze, aber schnelle Ladevorgänge möglich – etwa vor Einkaufszentren, in Parkhäusern oder auch im privaten Bereich.

Induktive 44 kW-Ladestation

„Bisher ist das serienreife kabellose Laden nur mit 3,2 kW möglich. Wir wollen eine induktive Ladestation mit einer Ladeleistung von 44 kW auf den Markt bringen, das bedeutet 14 Mal schneller laden“, erklärt Daniel Hannemann, Gründer und Kaufmännischer Geschäftsführer von Tesvolt. Die Siliziumcarbid-Technologie von Stercom ermögliche dem Unternehmen zufolge mit 95 Prozent Wirkungsgrad eine effiziente Energieübertragung. Zudem werden die Ladestationen eine Software enthalten, die dem Fahrer die richtige Parkposition über der Magnetspule anzeigt.

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Stercom Inductive Charge Inverter (ICI) für das induktive Laden bis 22 kW. Foto: Stercom Power Solutions GmbH

Günstigere E-Autos durch kleinere Batterien

Durch die vielen kleinen Ladevorgänge werden große Autobatterien laut Tesvolt überflüssig. Das mache Elektrofahrzeuge zum einen preiswerter, zum anderen leichter und somit auch effizienter. Kurze Ladevorgänge mit hoher Leistung stellen allerdings höhere Anforderungen an die Autobatterie, in diesem Zusammenhang wird in Deutschland zu Feststoffbatterien geforscht.

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Der Stercom OnBoard-Charger im Fahrzeug soll für optimiertes Laden sorgen. Foto: Stercom Power Solutions GmbH

Erste Tests mit kabellosem Laden

Noch gibt es weitere Herausforderungen beim induktiven Laden. Ungeklärt ist zum Beispiel die Frage, wie das kabellose Laden abgerechnet werden kann. Auch die entsprechende DIN-Norm 61980-1 „Kontaktlose Energieübertragungssysteme für Elektrofahrzeuge“ befindet sich noch in der Entwicklung. Teststrecken mit Magnetspulen unter dem Asphalt gebe es bereits in Ländern wie Italien, Frankreich und Schweden. (ds)

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