Stadtwerke Duisburg bauen KWK-Anlage

09.07.2021 – Bei der aktuellen Ausschreibung der Bundesnetzagentur für innovative Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) hat das Projekt der Stadtwerke Duisburg den Zuschlag erhalten. Die Anlage wird in Huckingen und an der Zentrale der Stadtwerke Duisburg entstehen. Die neue Anlage soll im Frühjahr 2024 in Betrieb gehen können. Dafür müssen die Bauarbeiten dem Energieversorger zufolge Anfang 2023 beginnen.

Restwärme des Abwassers im Fernwärmenetz nutzen

Von iKWK spricht man, regenerative Quellen mit klassischen Erzeugungstechnologien kombiniert werden und der innovative Teil der Anlage mindestens 35 Prozent der Gesamtleistung beisteuert. Im Fall der neuen Anlage der Stadtwerke Duisburg wird die Wärme aus dem Abwasser der Kläranlage der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) im Stadtteil Huckingen für das Fernwärmenetz nutzbar gemacht. „Wir werden eine Wärmepumpe installieren, die die Restwärme des bereits geklärten Abwassers nutzen und unserem Fernwärmenetz zuführen wird“, erklärt Manfred Lehman, Abteilungsleiter Planung Strom- und Fernwärmeerzeugung bei den Stadtwerken Duisburg.

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An der Kläranlage der Wirtschaftsbetriebe Duisburg im Stadtteil Huckingen werden die Stadtwerke Duisburg einen Teil einer innovativen KWK-Anlage errichten. Foto: Wirtschaftsbetriebe Duisburg – Anstalt des öffentlichen Rechts

Je nach Jahreszeit hat das Abwasser eine Temperatur zwischen 8 und 25 Grad. Sobald es wärmer als 12 Grad ist, kann es für den Einsatz der Wärmepumpe genutzt werden. Dem geklärten Wasser wird etwa fünf Grad Wärme entzogen, bevor es die Anlage verlässt.

Neben der emissionsarmen Wärmeerzeugung soll die Anlage auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem sie dafür sorgt, dass vor allem in den Sommermonaten nicht zu viel warmes Wasser in den Rhein geleitet wird.

Weiterer Standort der iKWK-Anlage

Komplettiert wird die Gesamtanlage an einem weiteren Standort, dieser soll an der Zentrale der Stadtwerke Duisburg an der Bungertstraße in Hochfeld entstehen. Dort werden zwei Blockheizkraftwerk-Module mit jeweils 4,5 Megawatt (MW) elektrischer Leistung und 4,5 MW thermischer Leistung und ein Elektrokessel zur Fernwärmeerzeugung errichtet.

In dieser Kombination handelt es sich den Stadtwerken Duisburg zufolge um die größte iKWK-Anlage an einer in Deutschland. Derzeit ist zudem ein Blockheizkraftwerk mit sieben Modulen an der Bungertstraße im Bau. Am gleichen Standort ist laut dem Energieversorger ausreichend Platz, um zwei weitere Module aufzustellen. Trotz der unterschiedlichen Standorte in der Stadt gelten die beiden neuen Module, der neue Elektrokessel und die Wärmepumpe an der Kläranlage in Huckingen als eine Einheit. Diese Betrachtung ist möglich, weil sie alle in das gleiche Netz einspeisen. (ds)

www.stadtwerke-duisburg.de
www.wb-duisburg.de

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