Wilken setzt SAP-Migration von zwei EVU um

12.07.2021 – Im Rahmen eines gemeinsamen Migrationsprojekts der Zwickauer Energieversorgung und der Stadtwerke Aue-Bad Schlema wurde erstmals das Standard-Vorgehensmodell der Wilken Software Group für die Ablösung von SAP IS-U-Altsystemen umgesetzt. Mit Unterstützung des IT-Dienstleisters GISA wurden rund 44 Millionen Datensätze aus vier Mandanten in drei Tagen in das Zielsystem Wilken ENER:GY überführt. Mehr als 99 Prozent davon waren Wilken zufolge sofort abrechenbar. Auch die Marktprozesse liefen direkt störungsfrei über die neue Lösung. Wilken rechnet nach eigenen Angaben mit einer Kostenreduktion für den laufenden Betrieb von 30 bis 50 Prozent, vor allem in der Sachbearbeitung.

SAP Migration IS-U Wilken Web
Wilken-Vorgehensmodell für die Migration von SAP IS-U. Grafik: Wilken GmbH

Neben Stammdaten auch historische Daten übernommen

Neben den Stammdaten wurden auch die historischen Daten ab 2018 übernommen. „Damit muss SAP IS-U nicht mehr als Korrektursystem weitergeführt werden, sondern kann als reines Sichtsystem, etwa für die Buchhaltungshistorie weiterbetrieben werden, bis die zehnjährige Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist. Für ein solches System muss dann kein Wartungsaufwand mehr betrieben werden“, erklärt Tobias Mann, Leiter Beratung und Projekte in der Versorgungswirtschaft bei der Wilken Software Group. Zudem wurden relevante Marktkommunikations- und Rechnungsdaten übernommen, so dass laut Wilken eventuell nötige Rechnungskorrekturen sowie alle Prozesse der Marktrollen Netz, Messstellenbetrieb und Vertrieb im Standard nach der SAP-Migration in Wilken ENER:GY erfolgen können.

Migrationstool erleichtert die Übernahme

Im Rahmen des Projekts wurde mit Unterstützung von GISA ein neues Migrationstool entwickelt. Dieses setzt auf Standard-Templates auf und übernimmt die Zusammenstellung der Daten, die zunächst aus IS-U in eine Zwischen-Datenbank entladen, dort für das Zielsystem ENER:GY transformiert und schließlich endgültig migriert werden. Optional können dabei den Kooperationspartnern zufolge auch Zusatzinformationen aus Nicht-SAP-Systemen eingespielt werden, etwa aus einer CRM-Lösung oder aus dem Energiedatenmanagement. (ds)

www.wilken.de

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