Studie: Kommunikative Herausforderungen der Energiewirtschaft

13.07.2021 – Eine aktuelle Befragung von Fach- und Führungskräften aus Kommunikation und Marketing untersucht die größten branchenweiten Herausforderungen der Energiewirtschaft. Das Software-Unternehmen dirico befragte elf Kommunikatoren und Marketingverantwortliche von EnBW, enviaM, Rheinhessische, Naturstrom, ewz, Thüga, evm, RWE, TransnetBW, einem regionalen Energieversorger und einem Verband. Der Fragebogen, welcher als Grundlage der qualitativen Experteninterviews diente, umfasste die Bereiche „Herausforderungen“, „Organisation und Kollaboration“, „Corporate Newsroom“ und „Agile Methoden“.

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Im Rahmen der Studie wurden Fach- und Führungskräfte zu den kommunikativen Herausforderungen der Energiebranche befragt. Grafik: 247GRAD Labs GmbH

Wichtigste Aufgabe: Verständnis für Energiewende schaffen

Als ihre wichtigste Aufgabe bezeichnen sieben der elf Interviewten, in der breiten Öffentlichkeit ein Verständnis für die Energiewende, die teils komplexen Zusammenhänge und die ergriffenen Maßnahmen zu erzeugen. Dies gelinge nach Aussage der Experten nur mit einer tiefen Kenntnis der Zielgruppen. Sie erlaube es, plattformgerechten Inhalte zu erstellen und bei den Zielgruppen zu platzieren.

In der täglichen Arbeit müssen sich Energieversorger laut Umfrage vermehrt mit Hasskommentaren auseinandersetzen. So berichtet etwa Marcelo Peerenboom, Fachbereichsleiter Kommunikation und Pressesprecher bei der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm), vom immer anspruchsvoller werdenden Community-Management.

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Auflistung der branchenweiten Herausforderungen bei Fach- und Führungskräften aus Kommunikation und Marketing in der Energiewirtschaft. Grafik: 247GRAD Labs GmbH

Newsroom-Modell weit verbreitet

Wie die vorliegende Studie ergibt, wird das Organisationsmodell des Corporate Newsrooms auch in der Energiewirtschaft immer häufiger genutzt. Fünf der befragten Organisationen verfügen bereits über einen Newsroom, zwei führen das Konzept gerade ein. Viermal existierte kein Newsroom, davon in drei Fällen hauptsächlich wegen einer vergleichsweise kleinen Teamgröße. Gibt es einen Newsroom, ist dieser in der Regel in der Kommunikationsabteilung verortet. Das Marketing ist in drei von sieben Fällen fester Bestandteil des Newsrooms.

Alle Befragten setzen agile Methoden ein

Alle Interviewten haben bereits mit agilen Methoden gearbeitet. Am weitesten verbreiten sind Kanban für die Redaktionsplanung und Scrum bei neuartigen Projekten, wie etwa dem Launch eines Online-Shops.

Gefragt nach erstrebenswerten Entwicklungen der Kommunikationsdisziplinen wünschen sich einige Interviewpartner eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Marketing und Unternehmenskommunikation. (ds)

www.content.dirico.io

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