Sonnige Aussichten nach ernüchterndem Start

20.07.2021 – Im Jahr 2008 beschlossen zwei Investoren in Photovoltaik zu investieren. Dabei lief nicht alles rund, doch die Investoren ließen sich nicht entmutigen. Sie sammelten Erfahrung, entschieden sie für den richtigen Partner und setzten auf intelligente PV-Technologie.

Ertrag aus Solaranlage: Alles kam anders als gedacht

Eigentlich sah alles gut aus, als zwei Investoren 2008 ihrer erste Photovoltaikanlage mit 611 Kilowatt-Peak-Leistung in Betrieb nahmen. Im norddeutschen Landkreis Vechta hatten sie auf dem Dach eines Industriegebäudes eine für die damalige Zeit moderne Photovoltaikanlage installieren lassen. Die Voraussetzungen waren vielversprechend: hundertprozentige Südausrichtung, moderne Dünnschichtmodule, alle Stränge in Sammelboxen verschaltet und in einem Zentralwechselrichter zusammengefasst. Kurz: moderne PV-Technik, die eigentlich zuverlässig hohe Leistung, effizienten Klimaschutz und solide Rendite für die beiden Investoren versprach.

Photovoltaikanlage Landkreis Vechta Elektrotechnik Krause
Die Photovoltaikanlage im Landkreis Vechta. Foto: Krause Elektrotechnik GmbH

Über 10 Jahre: 30 % weniger Strom und Ertrag

Tatsächlich produzierte die Photovoltaikanlage mehr als ein Jahrzehnt durchschnittlich ein Drittel weniger Solarstrom als prognostiziert. Entsprechend sanken die Einnahmen aus der Stromeinspeisung ins öffentliche Netz. Defekte Komponenten, technische Fehler und die Insolvenz der Installationsfirma stellten den Weiterbetrieb der Anlage zeitweise sogar komplett in Frage.

Die Anlagenbetreiber wurde auf die Firma Krause Elektrotechnik aus Lohne aufmerksam – ein Unternehmen, das sich sowohl mit der klassischen Elektrotechnik als auch mit Photovoltaik auskennt und sich auf die Installation und Wartung von PV-Anlagen bis 1500 Kilowatt Peak Leistung spezialisiert hat.

Solaranlage Elektrotechnik Krause
Elektrotechnik Krause brachte die Leistung der Anlage auf 830 Kilowattstunden pro Kilowattpeak im Jahr. Foto: Krause Elektrotechnik GmbH

Volle Leistung für mehr Solarstrom

Im Jahr 2013 beauftragten die Anlagenbetreiber die Firma Elektrotechnik Krause schließlich mit der Reparatur der Dünnschichtanlage. Krause wurde nicht nur mit Isolationsfehlern, Moduldefekten und Totalausfällen der Module konfrontiert: Für die Techniker war die Fehlersuche aufgrund der Kombination aus einer Dünnschichtanlage mit geringer Modulleistung, vielen in Sammelboxen zusammengefassten Strängen und mit ihrer Weiterleitung an einen Zentralwechselrichter mit nur einem MPP-Tracker äußerst komplex, zumal keine Anlagendokumentation vorhanden war.

Nach mehreren Wochen des Messens, Testens, Austauschens und Reparierens konnte Elektrotechnik Krause die Anlage mit einer Leistung von 830 Kilowattstunden pro Kilowattpeak und Jahr statt der bisherigen 600 Kilowattstunden an die Betreibergemeinschaft übergeben.

Leistungsmerkmale DC/DC Wandler
• Maximum Power Point Tracking (MPPT) pro Modul
• 99,5 % Spitzenwirkungsgrad, 98,8 % gewichteter Wirkungsgrad
• Reduzierung von Mismatch-Verlusten bei allen Modultypen, von der Herstellungstoleranz bis zur Teilverschattung
• Ausgelegt für extreme Umgebungsbedingungen
• Moderne Leistungsmessung in Echtzeit
• Automatische Gleichspannungsabschaltung der Module zum Schutz für Installateure und Feuerwehrleute
• Bereits vom Modulhersteller integriert oder vom Installateur an c-Si-Module, Dünnschicht- und Hochstrom-Module angeschlossen
• Auch zur Rahmenmontage erhältlich für eine schnellere Installation

Folgeaufträge durch Reparatur der ersten Photovoltaikanlage

Aufgrund der erfolgreichen Reparatur ihrer ersten Solarstromanlage beauftragte die Betreibergemeinschaft die Firma Elektrotechnik Krause von 2013 bis heute mit der Planung und Realisierung von insgesamt drei zusätzlichen Megawatt PV-Leistung, die nach den ernüchternden Erfahrungen mit dem ersten System alle mit modulgenauer Überwachung des Herstellers SolarEdge realisiert wurden.

DC/DC Wandler steigert den Energieertrag der PV-Anlagen

Dabei kam ein DC/DC Wandler von SolarEdge zum Einsatz, der vom Installateur an jedes PV-Modul angeschlossen wird. Der DC/DC Wandler steigert den Energieertrag von PV-Anlagen, indem der Punkt der maximalen Leistungsabgabe (MPPT) für jedes Modul einzeln gesucht wird. Zudem überwachen die Geräte die Leistung der einzelnen Module und übermitteln die Leistungsdaten an die Monitoring-Plattform für eine effektivere Wartung auf Modulebene. Jeder DC/DC Wandler ist mit der SafeDC-Funktion ausgestattet, mit der die DC-Spannung der Module automatisch abgeschaltet wird, wenn der Wechselrichter oder die Netzstromversorgung abgeschaltet wird – sofern nicht an einen StorEdge Wechselrichter im Ersatzstrommodus angeschlossen.

„Wir konnten die erste Photovoltaikanlage der Betreibergemeinschaft aufgrund ihrer Bauweise mit Strang-Sammelboxen und einem einzigen Zentralwechselrichter nicht mit der Technik von SolarEdge ausstatten. Bei allen nachfolgenden Anlagen, die wir für die Betreibergemeinschaft planen und realisieren durften, haben wir Leistungsoptimierer und Wechselrichter von SolarEdge eingesetzt, um die Anlagenüberwachung auf Modulebene in Echtzeit per Fernwartung vom Laptop aus zu gewährleisten“, erklärt Geschäftsführer Volker Krause und führt aus. „Eventuelle Fehler werden so schnell erkannt und analysiert. Unser Wartungsteam erreicht seinen Einsatzort mit sehr genauen Informationen, wo welche Fehler in der Anlage aufgetreten sind. Wartungszeiten und Reparaturkosten werden so auf ein absolutes Minimum reduziert.“

Hohe Erträge und Transparenz

Rückblickend war es ein glücklicher Zufall, dass die Betreibergemeinschaft mit Elektrotechnik Krause einen Partner fand, der nicht nur eine leistungsschwache Bestandsanlage wieder auf Vordermann brachte, sondern auch bei allen Folgeanlagen mit dem DC/DC Wandler für transparenten Betrieb, hohe Erträge und schnelle Reaktionszeiten bei geringen Kosten für Wartung und Reparatur sorgte. Ein Leistungsabfall wie mit der ersten Anlage konnte so vermieden werden. (ds)

www.solaredge.com
www.krauseelektro.de

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