The smarter E AWARD 2021: Gewinner stehen fest

22.07.2021 – Auch in diesem Jahr wurden Unternehmen für zukunftsweisende Lösungen in der Energiewirtschaft mit dem The smarter E AWARD ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Kategorie „Outstanding Projects“ standen bereits realisierte Projekte in den Bereichen Solar, Speicher und Energiemanagement. In der Kategorie „Smart Renewable Energy“ gewann in diesem Jahr ein Solar-Wasserstoff-Kraftwerk für den Privathaushalt. Die Gewinner des The smarter E AWARD wurden am 21. Juli 2021 per Livestream auf einer virtuellen Bühne gewürdigt – zusammen mit den Gewinnern der Innovationspreise Intersolar AWARD und ees AWARD.

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Die Gewinner des The smarter E AWARD wurden per Livestream auf einer virtuellen Bühne ausgezeichnet. Foto: Solar Promotion GmbH

BayWa r.e. Solar Projects: Agri-PV-Anlage schützt Beerenproduktion

Die BayWa r.e. aus München bietet Energielösungen und Managementsysteme für Gewerbe- und Industriekunden. Ihr Agrivoltaic-Projekt „Fruitvoltaic“ ist eine 2,7-Megawatt-PV-Anlage auf einer drei Hektar großen Himbeerfarm in den Niederlanden. Die semitransparenten PV-Module sind lichtdurchlässig und schützen die Früchte vor direkter Sonne, Regen und Hagel. Das gesamte Subsystem für die landwirtschaftliche Nutzung ist in das erhöhte PV-Montagesystem integriert. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen dokumentiert und könne der Jury zufolge dazu beitragen, Landnutzungskonflikte zwischen dem Energie- und dem Agrarsektor zu entschärfen.

Boreal Light: WaterKiosk liefert sauberes Wasser für Krankenhäuser

Bas Berliner Unternehmen Boreal Light hat sich auf erneuerbare Energielösungen für Wasseraufbereitungsanlagen spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt und produziert solare Wasserentsalzungs- und Wasserreinigungssysteme für netzferne Gebiete auf der ganzen Welt. WaterKiosk ist ein Wasserversorgungsprojekt, das im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie gelindert hat, indem es täglich mehr als eine Million Liter sauberes Wasser für 28 Krankenhäuser und Kliniken in Kenia und Tansania lieferte. Dieses herausragende Projekt, das vollständig mit Solarstrom aus zehn bis 70 Kilowatt starken PV-Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von 266 Kilowatt betrieben wird, liefert Trinkwasser für Patienten sowie für sanitäre Einrichtungen und sorgt für die Abwasserbehandlung von Covid-19-Stationen.

Siemens Gamesa Renewable Energy: Elektrothermischer Energiespeicher mit Vulkangestein

Die 2017 gegründete Siemens Gamesa Renewable Energy verfügt über ein Produktportfolio von Offshore- und Onshore-Technologien sowie Servicelösungen. „Future Energy Solution“, ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt in Hamburg, ist das weltweit erste elektrothermische Energiespeichersystem (ETES) dieser Größe. Gefüllt mit 1.000 Tonnen Vulkangestein kann der ETES-Demonstrator bis zu 130 Megawattstunden Wärme für mehrere Wochen speichern. Die Wärme wird entweder sofort genutzt oder mit einer konventionellen Dampfturbine wieder in Strom umgewandelt.

Der Gewinner der Kategorie „Smart Renewable Energy“

In der Kategorie „Smart Renewable Energy“ liegt der Fokus auf dem Lade- und Energiemanagement sowie auf der Sektorkopplung, um den Nutzen von PV-Anlagen zu optimieren.

HPS Home Power Solutions: Solarenergie in grünem Wasserstoff speichern

Das 2014 in Berlin gegründete Unternehmen HPS entwickelt und produziert Systeme zur Speicherung und Nutzung von Solarenergie in Ein- und Zweifamilienhäusern. Picea ist ein Heim-Energiespeichersystem mit einer 25-Kilowattstunden-Batterie zur Kurzzeitspeicherung und einer alkalischen Elektrolyse zur saisonalen chemischen Energiespeicherung in Form von grünem Wasserstoff. Mit einer Brennstoffzelle wird aus dem gespeicherten Wasserstoff Strom erzeugt, wenn der Bedarf das Angebot aus der PV-Anlage oder dem Batterie-System übersteigt, und eine Wärmepumpe betrieben. Das System nutzt die Abwärme der Elektrolyse und der Brennstoffzelle. Picea liefert laut Hersteller rund 6.000 Kilowattstunden elektrische Energie sowie 3.000 Kilowattstunden an thermischer Energie und spart so pro Jahr und Haus knapp drei Tonnen Kohlendioxid-Emissionen. (ds)

www.TheSmarterE-award.com

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