Empfehlungspapier für eine Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0 veröffentlicht

30.07.2021 – Bereits im Jahr 2013 erstellten Akteure der Energiewirtschaft gemeinsam die Smart Grid-Roadmap Baden-Württemberg, welche Vorschläge und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung von Smart Grids zusammenfasst. Diese soll nun überarbeitet und aktualisiert werden. Dafür haben rund 70 Energiewendeakteure in den vergangenen Monaten ein Empfehlungspapier zur Erstellung einer Smart Grid-Roadmap Baden-Württemberg 2.0 entwickelt und an das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg übergeben. Federführend im Projekt ist die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.

Das Empfehlungspapier für eine Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0 wurde dem Baden-Württembergischen Umweltministerium in einer virtuellen Konferenz übergeben. Foto: Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.

Seitens des Umweltministeriums nahmen Dr. Ulrich Maurer, Dr. Heiko Lünser sowie Jonathan Wochner an der virtuellen Konferenz teil. Auf Seiten der Plattform beteiligten sich Vorstandsvorsitzender Dr. Jann Binder (ZSW) und die Vorstandsmitglieder Tobias Egeler (TransnetBW) und Dr. Albrecht Reuter (Fichtner IT Consulting) sowie Geschäftsführer Arno Ritzenthaler und Senior Researcher Christian Schneider an der Übergabe des Papiers.

Die Weiterentwicklung der bestehenden Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg wird von den Beteiligten des Konsultationsprozesses als notwendig erachtet, um das gemeinsame Leitbild im Land für die weitere Entwicklung intelligenter Energienetze zu schärfen. Das Papier formuliert deshalb konkrete Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung sowie den Entstehungsprozess einer Smart Grids-Roadmap Baden-Württemberg 2.0.

„Smart Grids in die Fläche bringen“

Unter dem Leitsatz „Smart Grids in die Fläche bringen“ werden als zentrale Aspekte die Notwendigkeit der flächendeckenden Umsetzung entwickelter Smart Grids-Technologien sowie ihrer Überführung in den effizienten wirtschaftlichen Dauerbetrieb herausgestellt. Auch regulatorische Hürden sollen im Rahmen der aktualisierten Roadmap aufgezeigt werden. Zudem dürfen vorhandene Technologien nicht mehr nur für sich betrachtet werden – die Netzorganisation, Netztechnik und neue Geschäftsmodelle müssen im Querschnitt gedacht und integrativ umgesetzt werden. Die Sektorkopplung als eines der Schlüsselthemen der Energiewende muss ebenso in allen Bereichen konsequent mitgedacht werden.

Auf prozessualer Ebene formuliert das Papier unter anderem den ausdrücklichen Wunsch, die Aktualisierung der bestehenden Roadmap als partizipativen und transparenten Prozess zu gestalten, welcher sämtlichen Interessierten die Möglichkeit zur Teilnahme bietet. So kann das vielfältige Erfahrungswissen baden-württembergischer Akteurinnen und Akteure, welches seit der letzten Roadmap-Version gewonnen wurde, genutzt werden. Zudem wird eine zielgruppenspezifische Aufbereitung der aktualisierten Roadmap empfohlen. Neben der Fachöffentlichkeit soll dieses auch die Bürgerschaft und Kommunen mit jeweils geeigneter Informationstiefe adressieren.

Das vollständige Empfehlungspapier steht hier zum kostenfreien Download bereit. https://smartgrids-bw.net/publikationen/empfehlungspapier-empfehlungen-fuer-die-smart-grids-roadmap-baden-wuerttemberg-2-0/ (jr)

www.smartgrids-bw.net

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