DC-Ladestationen von ABB erzielen Eichrechtskonformität

03.08.2021 – ABB hat als einer der ersten Hersteller die Eichrechtskonformität im Sinne der Vorschriften des deutschen Mess- und Eichgesetzes für Gleichstrom (DC)-Ladesäulen für einen transparenten Mess- und Abrechnungsprozess für seine Ladestationen Terra 53/54 und HPC erreichen können. Sowohl die AC- als auch die DC-Energiemessung erfüllen demnach die strengen Anforderungen der deutschen Messgesetze und -verordnungen, einschließlich der Anforderungen an eine sichere Ladedatenübermittlung an den Endverbraucher.

Die Auditierung der Nachrüstung einer in Betrieb befindlichen ABB-Ladestation erfolgte am Audi Zentrum in Kassel. Von Links: Thorsten Putz (Audi Zentrum Kassel), Dominik Ebling, Ulrich Aschenbroich (beide ABB), Uwe Jarms (Audi Zentrum Kassel). Foto: ABB

Hintergrund

Zwar schreibt das deutsche Mess- und Eichgesetz schon seit einigen Jahren eine geeichte Energiemessung vor. Doch Hersteller von Ladestationen konnten diese Vorschriften bisher nicht einhalten, da bislang keine geeigneten DC-Energiezähler am Markt verfügbar waren. Während für die AC-Energiemessung bereits seit langem zertifizierte Zähler existieren und so eine Integration in Ladestationen für Elektrofahrzeuge in den letzten Jahren möglich wurde, wurden die ersten DC-Zähler erst gegen Ende 2020 zugelassen.

Im Unterschied zu Wechselstromzählern, die der Messgeräterichtlinie der EU (engl. kurz MID), der EN 50470 und der IEC 62053-21 unterliegen, gab es für Gleichstromzähler zusätzlich keine grundlegenden Normen. Entsprechend wurde zunächst durch Fachkreise eine deutsche Anwendungsregel für Messsysteme für Ladeeinrichtungen (VDE-AR-E 2418-3-100) erarbeitet. Die Veröffentlichung der internationalen Norm IEC 62053-41 für DC-Energiezähler ist für Sommer 2021 geplant.

Nachrüstpakete für bestehende Ladesäulen

Neben der zertifizierten Energiemessung erfordert die Eichrechtskonformität auch die sichere Übermittlung der Ladedaten – über den Betreiber der Ladestation (engl. Charge Point Operator, CPO) und den e-Mobility Service Provider (eMSP) – an den Fahrer des E-Fahrzeugs. Diese durchgängige Funktionalität wurde von ABB gemeinsam mit ersten großen deutschen CPO/eMSP geprüft und vom VDE bestätigt.

Da das deutsche Mess- und Eichgesetz auch für bereits in Betrieb genommene Ladesysteme gilt, hat ABB Nachrüstpakete zur nachträglichen Erlangung der Eichrechtskonformität für oben genannte Typen von Ladestationen sowie einen mobilen Feld-Validierungs-Tester (FVT) entwickelt. Der FVT wurde für Kalibrierung und Prüfung der Messsysteme jeder aufgerüsteten Ladestation im Feld entwickelt und ist als universell einsetzbares Kalibriersystem auch für nicht-ABB DC-Ladestationen mit CCS-, CHAdeMO- und AC Typ 2-Anschlüssen gedacht. (jr)

www.abb.com

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