Korridor für Gleichstromverbindung A-Nord steht

13.08.2021 – Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion ist zuständig für den Bau und Betrieb der neuen Gleichstromverbindung A-Nord, die künftig Windstrom von Emden bis nach Nordrhein-Westfalen transportieren soll. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat nun den 1.000 Meter breiten Trassenkorridor zwischen Bunde und Wietmarschen festgelegt. Damit konkretisiert sich der Bereich, in dem später die Erdkabeltrasse verlaufen soll. Parallel zu A-Nord wird Amprion die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme DolWin4 und BorWin4 realisieren. Sie haben ihren Endpunkt in Lingen-Hanekenfähr.

Amprion Gleichstromverbindung A Nord Borken Web
Baustelle der Gleichstromverbindung A-Nord in Borken. Foto: Amprion GmbH

Parallel zur niederländischen Grenze und zur A31

Die Stromleitung A-Nord soll etwa zwei Gigawatt an Leistung übertragen, was Amprion zufolge den Energiebedarf von zwei Millionen Menschen entspricht. Bevor der genaue Verlauf der Erdkabeltrasse von der BNetzA festgelegt wird, wird über die gesamten 300 Kilometer Streckenlänge ein 1.000 Meter breiter Trassenkorridor vorgegeben. Für den letzten offenen Planungsabschnitt zwischen Bunde und Wietmarschen hat die BNetzA nun den Korridor bekannt gegeben.

Der festgelegte Trassenkorridor läuft ab Bunde zunächst eine lange Strecke parallel zur niederländischen Grenze, quert dabei die Gemeindegebiete von Rhede (Ems), Heede, Dersum, Walchum und Sustrum. An der Grenze zwischen Sustrum und Niederlangen schwenkt er nach Südosten ab und schlängelt sich durch Lathener und Harener Gebiet in Richtung A31. Er verläuft anschließend ein kurzes Stück parallel zur Autobahn an Schloss Dankern vorbei, ehe er auf Höhe der Siedlung Wesuwermoor nach Südosten abknickt. Ab der Grenze zwischen Haren und Meppen ändert sich der Verlauf dann in südlicher Richtung und der Korridor verläuft mit einem Abstand von circa zwei Kilometern östlich der Autobahn. Erst auf dem Gemeindegebiet von Geeste nähert sich der Korridor der A31 wieder an, ehe er diese bei der Gemeindegrenze zu Wietmarschen in westlicher Richtung quert. Am Freizeitsee beim Ortsteil Lohne endet der für den Abschnitt B festgelegte Trassenkorridor.

In knapp zwei Monaten möchte Amprion den Antrag auf Planfeststellung für diesen Planungsabschnitt stellen und damit einen ersten Vorschlag unterbreiten, wo innerhalb des Korridors die Erdkabeltrasse verlaufen könnte.

Amprion will A-Nord mit Offshore-Leitungen bündeln

Neben A-Nord werden noch zwei weitere Erdkabeltrassen durch den nun festgelegten Korridor geplant. „Wir werden unsere beiden Offshore-Systeme DolWin4 und BorWin4 auf der Strecke zwischen Emden und Wietmarschen gemeinsam mit A-Nord planen und realisieren“, sagt Eric Zieschang, Projektleiter für die beiden Leitungen, die die Energie direkt aus der Nordsee ins Landesinnere transportieren. Für die Bündelung wird Amprion beim Bau von A-Nord direkt Leerrohre für die Offshore-Kabel mitverlegen, um dadurch insgesamt schneller und Eingriffe für die Umwelt minimieren zu können. DolWin4 und BorWin4 sollen ab Lohne dann alleine weiterlaufen und werden in der Umspannanlage Hanekenfähr an das Übertragungsnetz angeschlossen. (ds)

www.amprion.net

Share