BNetzA-Beirat warnt vor zu geringem Eigenkapitalzins

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20.08.2021 – In seinem jüngsten Beschluss warnt das Gremium vor zu niedrigen Renditen für Netzbetreiber. Die Energiewirtschaft braucht nach Ansicht des Beirats verlässliche Rahmenbedingungen auch im regulatorischen Umfeld, um notwendige Investitionen in die Energienetze tätigen zu können.

Eigenkapitalzinssätze: Basis der Energienetzregulierung

Aufgrund ihrer Eigenschaft als „natürliche Monopole“ findet in den Strom- und Gasnetzen der Wettbewerb nur eingeschränkt bzw. gar nicht statt. Da somit die sonst üblichen Marktmechanismen nicht greifen, gleichzeitig jedoch Investitionen in die Energienetze erforderlich sind, wird der Eigenkapitalzinssatz – die Verzinsung für das eingesetzte Kapital – durch die Regulierung vorgegeben.

Um ausreichende Anreize für die Bereitstellung von Eigenkapital zu gewährleisten, muss diese dem BNetzA-Beirat zufolge angemessen vergütet werden. Gleichzeitig müssten die Kosten für die Netznutzer im Auge behalten werden, da diese die entstehenden Kosten letzten Endes tragen. Für jede Regulierungsperiode ermittelt die Bundesnetzagentur daher eine risiko- und finanzmarktadäquate Verzinsung für das eingesetzte Kapital. (ds)

www.bundesnetzagentur.de

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