Umfrage zum Umgang mit Adressdaten

07.09.2021 – Im Rahmen einer Umfrage unter 221 deutschen Unternehmen haben das Marktforschungsinstitut Appinio und der Lösungsanbieter für Kundenstammdaten Uniserv ein Lagebild zur Bedeutung von Adressen und Adressdaten in Unternehmen und ihren Umgang damit ermittelt. Aus der Energiewirtschaft nahmen 40 Unternehmen teil.

Bei 33 Prozent der Unternehmen liegt die Verantwortung für die Verwaltung und Qualitätssicherung von Adressdaten der Erhebung zufolge derzeit primär im Vertrieb. Immerhin 15 Prozent realisieren eine abteilungsübergreifende Verwaltung der Daten. Damit liegen Energiedienstleister über dem Durchschnitt aller befragten Branchen (10 Prozent).

Qualitaet_Daten_Uniserv Umfrage
Grafik: Uniserv GmbH

Für 87 Prozent der Befragten aus der Energiebranches sind die postalischen Adressdaten „sehr wichtig“ oder „wichtig“. 85 Prozent schätzen die Qualität der Adressdaten als „eher hoch“ oder „hoch“ ein. Die Qualität machen die Teilnehmenden vor allem an der Anzahl von Rückläufern (48 Prozent) und an der Beschwerdequote (33 Prozent) fest. Auch Umsatzeinbußen führen Energiedienstleister zu 23 Prozent auf die Datenqualität zurück. Jeder vierte Befragte (25 Prozent) kann jedoch gar nicht einschätzen, wie viele Adressdaten im Unternehmen überhaupt vorliegen. Bei den Einsatzzwecken der Adressdaten zeigt sich die Energiebranche eher traditionell und nutzt sie vor allem für die Kundenkommunikation (58 Prozent) und für die Rechnungsstellung (53 Prozent). Nur fünf Prozent setzen sie für Data Governance-Zwecke ein. Damit bildet die Energiebranche das Schlusslicht.

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Grafik: Uniserv GmbH
Daten_Kriterien_Uniserv Umfrage
Grafik: Uniserv GmbH

So nutzen Energiedienstleister Datenmanagement-Tools

Im Umgang mit Tools, die die Qualität der Adressdaten verbessern können, sind Energiedienstleister allerdings ebenfalls noch zögerlich. Den Sinn und Zweck einer Adressvalidierung, also die automatisierte Überprüfung und Korrektur der eingegebenen Adressdaten, können 23 Prozent der Befragten der Branche nicht einschätzen.

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Grafik: Uniserv GmbH

Eine automatisch vorgeschlagene Vervollständigung bei der Eingabe in ein Adressfeld, die sogenannte Autocompletion, kann Tippfehler zum Beispiel in Straßen- und Ortsnamen verhindern und so zu einer besseren Qualität im Adressdatensatz führen. Doch auch hier wissen fast ebensowenige (18 Prozent), wie eine Autocompletion dem Unternehmen nutzen könnte.

Den Einsatz von Geokoordinaten als erweiterte Adressinformation sehen 55 Prozent der Energiedienstleister als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ an, und liegen damit über dem Branchendurchschnitt von 51 Prozent. Geokoordinaten spielen vergleichsweise häufig bei der Risikovorsorge mit 23 Prozent und bei der Potenzialeinschätzung sowie Kundensupport mit je 21 Prozent eine Rolle für Unternehmen der Energiebranche. (ds)

www.uniserv.com
www.appinio.com

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