Qwello stellt AC-Ladesäule vor

07.09.2021 – Der Münchner Anbieter Qwello hat eine AC-Ladelösung entwickelt, die Städte beim Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur nutzen können. Je nach Bedarf liefert Qwello nicht nur seine Ladesäule, sondern übernimmt auch Finanzierung, Installation, Service und Wartung und fungiert damit als sogenannter „Charge Point Operator“. Zudem kann Qwello die Ladeinfrastruktur den Endverbrauchern als „E-Mobility-Provider“ zugänglich machen. Das beinhaltet die unter anderem die Zahlungsabwicklung, Tarifstrukturen und Kunden-Hotline.

Einfaches Laden vorantreiben

Qwello_Ladesaeule
Foto: Qwello GmbH

Qwello will nicht nur den wachsenden Bedarf an Ladestationen begegnen, sondern will Laden auch nutzerfreundlicher machen. Das Unternehmen konstatiert, dass öffentliche Ladepunkte sind nicht nur rar gesät seien, die Ladeinfrastruktur gleiche auch einem Flickenteppich. Zahlreiche Anbieter konfrontieren Qwello zufolge Nutzer mit unterschiedlichen Bezahlmethoden, aufwendigen Registrierungen, Authentifizierungen und machen den Ladevorgang unnötig kompliziert. Bei dem Münchner Anbieter ist keine Mitgliedschaft erforderlich, die kostenfreie App mit Sprachsteuerung ist ein optionales Angebot. Sie bietet verschiedene Zusatzfunktionen, beispielsweise lassen sich freie Ladesäulen 15 Minuten im Voraus reservieren. Wer die Qwello-App nicht benutzt, kann am Ladepunkt mit allen gängigen EC-, Kredit- und Roaming-Karten sowie via Smartphone bezahlen. Eine weitere Authentifizierung ist nicht notwendig.

Verfügbarkeit wird von Sensoren überwacht

Die Qwello-Eigenentwicklung verfügt über ein integriertes 11-Kilowatt-Kabel, das mit über sechs Metern lang genug ist und sich nach der Nutzung automatisch wieder aufrollt. So liegt das Kabel nicht herum und bleibt sauber. Des Weiteren gibt es einen 22-Kilowatt-Anschluss, an den sich ein eigenes Kabel anschließen lässt. Die Bedienung ist laut Qwello intuitiv gestaltet. Um den Suchverkehr in der Stadt zu reduzieren, ist Qwello auch das typische Problem der Auffindbarkeit angegangen. Denn häufig sind Ladepunkte zwischen Bäumen und parkenden Autos nur schwer zu entdecken. Die schlanke Qwello-Säule ist mit rund 2,40 Meter Höhe schon aus der Ferne gut sichtbar.

An der Spitze informiert zudem ein Statusband über die Verfügbarkeit. Diese wird von Sensoren überwacht und in Echtzeit auch an die Qwello-App übertragen. Erkannt werden dabei auch Fahrzeuge ohne gestarteten Ladevorgang. Sie werden im Statusband als Falschparker entlarvt.

Qwello gibt die Stromkosten nach eigenen Angaben Eins-zu-Eins an die Nutzer weiter und erhebt lediglich eine Infrastruktur-Nutzungsgebühr. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tarifen gaben Nutzer die Ladepunkte nach einem Ladevorgang schneller wieder frei, wie Pilotprojekte in München und Hamburg gezeigt hätten. Dadurch werden Qwello zufolge 30 Prozent weniger Ladepunkte benötigt, um den Bedarf zu decken.

Fernwartung senkt Instandhaltungskosten

Auf eine schnelle Handhabung ist auch die Wartung der in Deutschland hergestellten Ladesäulen ausgelegt. Der turnusmäßige Service wird via Remote, also über eine Fernwartung, durchgeführt. Das senkt die Instandhaltungskosten. Kommt es doch einmal zum Defekt, wird der Teil unterhalb der Kabeltrommel gelöst und gegen ein neues Modul ausgetauscht. Nach etwa 20 Minuten ist die Ladestation Qwello zufolge wieder einsatzbereit. (ds)

Die Qwello GmbH wird ihre Ladesäule auf der IAA Mobility Messe in München vorstellen.

Wo: Messegelände München, Halle: A2, Stand: C25

Wann: Montag, 6. September 2021, bis Sonntag, 12. September

www.qwello.eu

Share