Stadtwerke Garbsen: Ergebnis von CO2-Messung liegt vor

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CO2-Sensoren im Johannes-Kepler-Gymnasium unterstützen das Lüftungsverhalten während der Corona-Pandemie. Foto: Stadtwerke Garbsen GmbH

15.09.2021 – In einem mehrwöchigen Pilotprojekt haben die Stadtwerke Garbsen den CO2-Gehalt in der KiTa Corpus Christi, der Grundschule IGS Garbsen und dem Johannes-Kepler-Gymnasium gemessen. Das Ziel: einen Corona-konformen Betrieb und gesunde Raumluft ermöglichen. Die Ergebnisse liegen nun vor: 54 Sensoren hatten im Juni und Juli regelmäßig CO2-Werte aus Räumen mit unterschiedlichen Lüftungsmöglichkeiten an einen zentralen Server gesendet. Ergab die Echtzeit-Analyse eine zu hohe Kohlendioxidkonzentration, gaben die Sensoren ein akustisches und visuelles Signal zum Lüften. Die Werte der gesamten Messphase hat das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen in den Sommerferien ausgewertet – sie liegen grundsätzlich alle im sicheren Bereich. Eine Anpassung von Gruppengrößen oder Unterrichtszeiten sei in den Einrichtungen zum Schul- und Kitastart in Niedersachsen deshalb nicht zwingend erforderlich.

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Projektanpassung: Neben den Zimmertüren messen nun acht Sensoren den CO2-Gehalt in der Raumluft. Foto: Stadtwerke Garbsen GmbH

Neue Messphase beginnt

Die Stadtwerke Garbsen wollen die CO2-Konzentration auch in der Herbstzeit beobachten. Im nächsten Schritt gelte es, den optimalen Sensorstandort zu finden. Da die Kohlendioxidkonzentration an verschiedenen Stellen in Innenräumen unterschiedlich hoch ist, haben die Stadtwerke Garbsen den Projektaufbau angepasst: Ein Gruppenraum in der KiTa Corpus Christi sowie zwei schwer zu lüftende Chemieräume und zwei Klassenräume am Johannes-Kepler-Gymnasium haben zusätzliche Sensoren erhalten. Nach zweiwöchigen Messungen mit anschließender Auswertung soll der ideale Sensorplatz an der Wand bestimmt werden können. Geplant ist, die Räume anschließend mit nur einem Sensor auszustatten.

Welchen Mehrwert ein Ventilator bringt, wollen die Stadtwerke in einem Klassenraum am Johannes-Kepler-Gymnasium testen. Im Fenster eingebaut versorgt das Gerät die Schülerinnen und Schüler mit Frischluft von außen.

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Vertreter der Stadtwerke Garbsen und der Diehl metering GmbH installieren eine mobile Antenne auf dem Dach des Johannes-Kepler-Gymnasiums. Foto: Stadtwerke Garbsen GmbH

Erstes Smart-City-Vorhaben setzt auf Mioty

Eine seit März vorhandene Antenne auf dem Rathausdach der Stadt empfängt die Daten der beteiligten Einrichtungen. Zur Erweiterung der Netzabdeckung haben die Stadtwerke Garbsen eine zusätzliche mobile Funkantenne auf dem Dach des Schulgebäudes installiert.

Das CO2-Projekt ist die erste Smart City-Anwendung, die die Stadtwerke Garbsen umsetzen. Der Verein diginauten e.V. lieferte die Idee. Um die intelligent vernetzte Stadt aufzubauen, hatte sich der Versorger für Mioty und gegen bestehende Standards wie LoRaWAN entschieden. „Mioty kann deutlich mehr Daten verarbeiten als LoRaWAN. Die Technik ist robuster, energieeffizienter und zuverlässiger, wenn es um eine Smart City geht“, erklärt Daniel Wolter, Geschäftsführer der Stadtwerke Garbsen. Mit der Funktechnologie sollen Anwendungen verwirklicht werden, die die Abfallentsorgung bedarfsgerechter und den Verkehr sicherer und ökologischer machen können. (ds)

www.stadtwerke-garbsen.de

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