Nachhaltigkeit als Mehrwert

23.09.2021 – Von A wie Abfallvermeidung bis Z wie Zustellung hat der Münchener Zähleranbieter EFR GmbH den gesamten Produktionsprozess optimiert. Davon profitieren auch die Kunden.

Nachhaltiges Wirtschaften ist in praktisch allen Bereichen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Daseinsvorsorge angekommen. Auch bei der EFR GmbH aus München umfasst das Qualitätsverständnis nicht mehr nur die hohen internen Sicherheitsstandards, sondern ebenso die Aspekte Haltbarkeit und Nachhaltigkeit. Dementsprechend hat der Zählerhersteller die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die Produktion bis zum Transport sowie die Produktlebensdauer optimiert.

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Foto: Pixabay.com / nattanan23

Effizientes Baukastensystem

Die modernen Messeinrichtungen SGM-C8 und SGM-C6
Der Dreiphasen-Zähler SGM-C8 ist in den direktmessenden Ausführungen 60 A und 100 A verfügbar und erfüllt in der Basisversion die gesetzlichen Vorgaben für moderne Messeinrichtungen. Der Funktionsumfang lässt sich durch ein Modul für die Doppeltarifanwendung oder durch ein LMN-BAB-Modul erweitern, zudem ist optional eine eINFO-Schnittstelle erhältlich. Vervollständigt wird diese Baureihe durch den Wechselstromzähler SGM-C6 (60 A).

Eine wesentliche Anforderung einer nachhaltigen Produktentwicklung besteht darin, einerseits den Marktbedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden, andererseits aber auf Überflüssiges zu verzichten. In diesem Verständnis hat das EFR-Entwicklungsteam die Marktanforderungen analysiert und sie in die Konzeption der kommenden Zählergeneration einfließen lassen. Zu den neu konzipierten Produkten gehören zum Beispiel der Dreiphasen-Kompaktzähler SGM-C8 und sein kleiner Bruder, der ebenfalls kompakte Einphasen-Zähler SGM-C6. Sie sollen ab dem vierten Quartal 2021 das Produktprogramm der modernen Messeinrichtungen ergänzen.

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Die dreiphasige moderne Messeinrichtung der EFR: SGM-C8 (unten mit sichtbarem Tarifeingangsmodul). Foto: EFR GmbH, Fotografin: Maria Dorner

Die beiden Neuen sind für Ein- oder optional für Doppeltarif erhältlich. Von ihren Vorgängern unterscheiden sie sich vor allem durch ihren streng modularen Aufbau, bei dem sich seltener genutzte Funktionen „stecken“ lassen. Die Elektronik des Zählers bietet in der Basisvariante den nach dem Messstellenbetriebsgesetz benötigten Funktionsumfang. Die Basisversionen des SGM-C6 und C8 bedienen somit die häufigsten Marktanforderungen.

Seltener benötigte Funktionen wie die Anbindbarkeit an ein Smart Meter-Gateway über einen LMN-Adapter oder ein Tarifsteuereingang für die Doppeltariffunktionalität lassen sich durch Steckmodule ergänzen. Für diese ist am Gehäuse ein spezielles Fach vorgesehen. Mit dem Modulsystem folge EFR den Kundenwünschen, wie EFR-Produktmanager Daniel Günther berichtet: „Die meisten Kunden profitieren von einem durchdachten Zähler mit Basisfunktionen und ohne unnötige Features, so dass diese Geräte mit weniger Elektronik auskommen. Das schlägt sich in einem kleineren Ressourcenverbrauch, geringerer Fehleranfälligkeit und niedrigen Elektronikkosten nieder. Wer die Doppeltarifoption oder die LMN-Funktionalität nutzen möchte, bezahlt ebenfalls nur das, was er benötigt.“

Weitere Merkmale wie ein Verzicht auf Kabelverbindungen im Gerät, eine möglichst große Vereinheitlichung der Bauteile zugunsten einer optimierten Lagerhaltung, intensive Qualitätskontrollen sowie ein Lötprozess nach IPC-Anforderungen finden sich auch in aktuellen Geräten, wie zum Beispiel in der modernen Messeinrichtung SGM-D4. Diese ergibt in Kombination mit dem EFR-SMGW ein intelligentes Messystem (iMSys) und soll den bisherigen Zähler SGM-D ablösen. Der SGM-D4 wird unter anderem mit einem neu gestalteten Klemmenblock mit Zugbügelklemmen für einen vereinfachten und sichereren Anschluss ausgestattet sein.

Lange Lebensdauer

Doch der zentrale Nachhaltigkeitsaspekt ist bei EFR die Produktlebensdauer: „Wenn unsere elektronischen Zähler über Jahre und Jahrzehnte in Kundenanlagen schadlos ihren Dienst tun, vermeidet das Elektronikschrott und schafft einen Mehrwert für den Kunden“, führt der Produktmanager aus. Aus diesem Grund gelten bei EFR strenge Kriterien bei der Bauteileauswahl und hohe Anforderungen an die Bauteillieferanten. Eine intensive Qualitätskontrolle sorgt dafür, dass Ausschuss bei der Produktion erkannt und Fehlfunktionen im Betrieb möglichst vermieden werden.

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EFR: SGM-C8 mit sichtbarem Tarifeingangsmodul. Foto: EFR GmbH, Fotografin: Maria Dorner

Sollten im Betrieb Defekte an den individuell wählbaren Modulen, zum Beispiel auch durch äußere Einwirkungen, auftreten, kann sich der modulare Aufbau der Zähler positiv auswirken, wie der Produktmanager Daniel Günther ausführt: „Zukünftig könnten Monteure statt des ganzen Zählers die defekten Elektronikbausteine austauschen.“ Damit dienen der hohe Qualitätsstandard und die preiswerteren, ressourcenschonenderen Reparaturoptionen nicht nur der Umwelt, sondern senken auch die TCO (Total Cost of Ownership) für den Messtellenbetreiber.

Hohe Umweltstandards in der externen Fertigung

Die Fertigung der EFR-Zähler beim chinesischen Partner entspricht hohen Standards. Das beauftragte Werk hat ein Umweltmanagementsystem (ISO 14001) sowie ein Arbeitsschutzmanagementsystem (ISO 45001/18001) etabliert und strebt eine stetige Reduktion des Energieverbrauchs und der Abfälle an. „Zum Beispiel wurde mit Unterstützung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Energieverbrauch innerhalb nur eines Jahres um etwa ein Drittel gesenkt“, erläutert Daniel Günther. Die in der Produktion anfallenden festen und gasförmigen Lötrückstände werden recycelt.

Kompakter gleich umweltfreundlicher

Kostensenkend und umweltfreundlich wirkt sich zudem ein anderes Produktionsmerkmal aus: Die Gehäuse entstehen in einem optimierten Spritzgussprozess, der eine effiziente Granulatnutzung ermöglicht und Abfälle vermeidet. Verschiedene Maßnahmen sorgen zudem für eine geringe Ausschussquote und ein effizienter Energieeinsatz stellt eine ideale Temperierung im Prozess sicher, was Fehlgüssen vorbeugt. Die unvermeitlichen Grate, Stege sowie das An- und Auslaufmaterial werden auf kurzem Wege recycelt: Das Material wird nach einer mechanischen Aufbereitung dem Ausgangsmaterial wieder zugesetzt.

Klimafreundlicher Transport

Fortgesetzt wird der Nachhaltigkeitsgedanke bei der Logistik. Alle EFR-Zähler werden in Kartonagen verpackt, auf den Einsatz von Kunststoff wird bei der Verpackung weitgehend verzichtet. Der Transport der Zähler von der Produktionsstätte in Fernost erfolgt nicht per Flugzeug oder auf dem Seeweg, sondern auf dem umweltfreundlicheren Schienenweg entlang der Seidenstraße. Dabei kommen wiederverwendbare Gebindeverpackungen wie Gitterboxen, Europaletten und kundenspezifische Lösungen zum Einsatz. Der Straßentransport der Zähler von der Bahn zum EFR-Standort Wutha-Farnroda und von dort zu den Kunden geschieht klimaneutral. Die von EFR beauftragte Spedition gleicht die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge durch eine zertifizierte CO2-Kompensation aus und hat bereits erste Elektro-LKW angeschafft. Auf diese Weise fällt der CO2-Fußabdruck eines EFR-Zählers gering aus.

Daniel Günthers Fazit: „Von unserem Engagement für Nachhaltigkeit profitieren auch unsere Kunden, denn sie erhalten ressourcenschonend gestaltete Produkte, die im Hinblick auf einen langen Produktlebens­zyklus und ein entsprechend gutes Kosten/Nutzen-Verhältnis optimiert wurden.“ (pq)

EFR GmbH
Daniel Günther
guenther@efr.de
www.efr.de

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