Studie zur Social-Media-Kommunikation regionaler EVU

27.09.2021 – In einer Studie hat die Agentur JP│KOM die Social-Media-Kommunikation von 18 regionalen Energieversorgungsunternehmen (EVU) untersucht. Bewertet wurden die Zahl der Kanäle, die Frequenz der Postings, die Interaktionsraten mit den Usern, die Themenvielfalt und die Attraktivität der benutzten Formate. Die Untersuchung wird künftig jährlich durchgeführt.

Das Ergebnis: Die Stadtwerke München belegen Platz 1, gefolgt von Rheinenergie auf Platz 2 sowie EWE und NEW gemeinsam auf Platz 3. Die regionalen Energieversorger sind zwar bereits auf vielen Kanälen aktiv, aber der Content erweckt nicht immer das Interesse der Kunden und Interessenten, und die Formate erzeugen wenig Interaktion.

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Bild: Joseph Mucira (jmexclusives) / pixabay.com

Kanäle: Facebook und Instagram – aber wenig crossmedial

Die regionalen Energieversorger konzentrieren sich meist auf ein bis zwei Kanäle, die Potenziale anderer Kanäle bleiben der Studie zufolge häufig ungenutzt. Facebook ist die am meisten genutzte Plattform. Instagram nimmt Fahrt auf – allerdings primär für das Employer Branding. Insgesamt fällt auf, dass die Energieversorger ihre Kanäle kaum crossmedial vernetzen.

Weiteres Ergebnis der Studie: Der typische Veröffentlichungsrhythmus liegt bei zwei bis drei Beiträgen pro Woche. Auf ihren meistgenutzten Kanälen posten einige Energieversorger sogar täglich.

Interaktion mit Nutzern: überwiegend Monologe

Mit wenigen Ausnahmen treten die regionalen Energieversorger per Social Media nur wenig mit den Nutzern in Kontakt. Die Postings geben offensichtlich kaum zu Kommentaren Anlass. Die meisten Likes gibt es auf Instagram, die relativ gesehen meisten Kommentare auf Facebook. Twitter dient als reiner Informationskanal. Ein aktives Community-Management zur Stimulierung der Interaktion ist laut der Erhebung in den meisten Fällen nicht zu erkennen. Gewinnspiele sorgen kurzzeitig für höhere Aufmerksamkeit und Interaktivität.

Themen und Formate: lokale Themen kommen gut an

Bei den Themen stehen die Digitalisierung, Ernährung, Lokales, Mitarbeiter, Mobilität, Politik, Sport und Verbrauchertipps im Mittelpunkt. Die Interaktionsraten zeigen, dass lokale und emotionale Themen bei den Nutzern besonders gut ankommen. Hierzu gehören Sport- und Kulturevents, Kochrezepte und Urlaub in der Region. Auch kurze, prägnante Verbrauchertipps sind beliebt – vor allem als YouTube-Video oder als Grafik auf Instagram.

Formate: Nachholbedarf bei kreativer Aufbereitung

Wiederkehrende Formate und Personen (z. B. EWE #smartgeber, WSW #SagsMitAxel, Mainova #energiebewegt) erzielen eine höhere Interaktion und Bindung der Community. Monothematische Kanäle – z. B. zum Thema Karriere – erzeugen eine größere Aufmerksamkeit. Zu den Formaten, die kurzfristig für hohe Interaktivität sorgen, gehören immer wieder Gewinnspiele.

Die Agentur JP│KOM empfiehlt den Energieversorgern, stärker als bisher mit den Stakeholdern zu interagieren. Sie seien gut beraten, die Nachhaltigkeitskommunikation stärker in den Fokus zu rücken. Was die Formate angeht, so erzeugen Bewegtbild und interessante Grafiken Interesse. Ratgeber-Formate und Service-Angebote können die Interaktion stimulieren, eine konsistente Bildsprache und ein crossmediales Themenmanagement können die Kommunikation stärken. (ds)

www.jp-kom.de

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