evb setzt erstes Smart City-Projekt um

28.09.2021 – Die Energieversorgung Beckum (evb) erprobt die LoRaWAN-Funktechnologie zunächst im Rahmen von vier Projekten: in der Sonnenschule, der Sekundarschule in einem Kindergarten sowie in Zusammenarbeit mit den Städtischen Betrieben Beckum und der Stadtverwaltung auf bepflanzten Flächen im öffentlichen Raum.

Mit LoRaWAN können kleine Datenmengen, die von Sensoren und Messgeräten erfasst werden, über lange Strecken stromsparend übertragen werden. Die evb hat die Technologie in Zusammenarbeit mit dem Technikanbieter TraveKom nach Beckum gebracht.

LoRaWAN-Anwendungen im Testbetrieb

LoRaWAN Smart City evb Web
In Beckum wird das erste Smart City-Projekt realisiert (im Bild von links nach rechts): Bürgermeister Michael Gerdhenrich, evb-Geschäftsführer Dr. Daniel Dierich, Projektkoordination Jacqueline Kersting, Schulleiterin der Sonnenschule Claudia Sander-Braunert. Foto: Energieversorgung Beckum GmbH & Co. KG

In den Räumen der drei Bildungseinrichtungen sind Sensoren installiert, die den CO2-Gehalt der Luft messen, so dass in Echtzeit über ein Ampelsystem die realen Werte anzeigt werden. Die Gateways empfangen die Daten und senden sie an die Stadt Beckum. Dort werden sie ausgewertet und über ein Dashboard visualisiert. Um die städtischen Schulen und Kitas zu sensibilisieren, werden in regelmäßigen Abständen die Auswertungen an die Einrichtungen gesendet. Der Schul, Kultur- und Sportausschuss hat kürzlich beschlossen, die 218 CO2-Messgeräte zur Ausstattung von allen städtischen Schulen und städtischen Kindertageseinrichtungen zu beschaffen.

Außerdem testete die evb in dem Pilotprojekt die Überwachung der Feuchtigkeit in der Erde: Auf bepflanzten Flächen im öffentlichen Raum, wie in Pflanzbeeten von jungen Straßenbäumen in Beckum, stecken Sensoren in der Erde.

Weitere Anwendungsfälle denkbar

In Zukunft sind weitere Anwendungsfälle denkbar: So konnte in größeren Wohneinheiten mit LoRaWAN die Abnahme von Wasser oder Wärme automatisch aus der Ferne ausgelesen werden, sodass die Bewohner ihre Zählerstände nicht mehr durchgeben müssen und auch keine Techniker mehr zum Ablesen in die Wohnung kommen müssen. Im öffentlichen Raum könnten Straßenlaternen mit Sensoren ausgerüstet werden, sodass sie eigenständig melden, wenn ein Defekt auftritt. Auch kann LoRaWAN genutzt werden, um – etwa in Verbindung mit einer App – über freie Parkplätze zu informieren. (ds)

www.evb-beckum.de

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