Modbus Gateway für M-Bus Zähler

01.10.2021 – STV Electronic hat sein MGW32 Gateway mit integriertem Webserver auf den Markt gebracht – damit gibt es eine webbasierte IoT-Schnittstelle nun auch für Modbus zu M-Bus Gateways. Systemintegratoren können die Zuordnung der M-Bus Slaves zu den Modbus Datenpunkten nun über die integrierte, optional passwortgeschützte Website des Gateways konfigurieren und auch überwachen. Laut STV Electronic ist erstmals keine Spezialsoftware mehr zur Inbetriebnahme erforderlich. Das Gateway ist vielmehr mir Standardbrowser über Ethernet-Schnittstelle ansprechbar, die seine IP-Adresse automatisch über DHCP-Server beziehen kann. An physikalischen Schnittstellen bietet das Modbus zu M-Bus Gateway neben M-Bus und RJ45 Ethernet optional auch ein serielles RS485 Interface. Unterstützt werden die Protokolle Modbus TCP, Modbus RTU und Modbus ASCII.

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Das Modbus Gateway für M-Bus Zähler ist über ein Webinterface konfigurierbar. Foto: STV Electronic GmbH

Da das Client-Server-Protokoll von Modbus TCP störungsfrei über jedes Ethernet-Netz übertragen werden kann und protokollseitig auch digitale X.509v3 Security Zertifikate unterstützt werden, eignen sich die neuen Modbus zu M-Bus Gateways STV Electronic zufolge zum – optional End-to-End sicheren – Lastmanagement in Installationen mit verteilten Energie-Zählern. Die Kombination aus M-Bus Zählern und Modbus-fähiger Geräte eignet sich für das Lastmanagement und Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001. STV Electronic sieht Einsatzmöglichkeiten vor allem bei Ladestationen, in Smart Cities sowie Quartieren. Weitere Märkte für das Modbus zu M-Bus Gateway finden sich dem Hersteller zufolge ebenfalls in den Branchen Öl und Gas sowie in der Chemie-, Pharma- und Papierindustrie. Diese Branchen sind energieintensiv, haben verteilte Prozesse und brauchen zur Effizienzsteigerung ein Lastmanagement ihrer oftmals M-Bus basierten Energiezähler.

Die Technik im Detail

Die Inbetriebnahme des neuen M-Bus zu Modbus Gateways MGW32, das für bis zu 32 Standardlasten – also angeschlossene M-Bus Slaves – ausgelegt ist, gestaltet sich wie folgt: Über seine Website lässt es sich ohne Einsatz von Spezialsoftware bedarfsgerecht konfigurieren und optional mit einem Passwort schützen. Die Abfrage der M-Bus Slaves ist in einem frei wählbaren Zeitintervall ab einer Sekunde möglich. Abfragen lassen sich sowohl primäre als aus sekundäre M-Bus-Adressen. Übergeordnete Steuerungen fragen die Daten über Modbus TCP oder RTU/ASCII ab. Bereitgestellt werden sie zudem im CSV-Format.

Die neuen M-Bus zu Modbus Gateways MGW32 mit galvanisch isolierten Schnittstellen unterstützen M-Bus Übertragungsraten von 300 bis 38.400 Baud. In Richtung Modbus sind 2.400 bis 115.200 Baud möglich. Die Spannungsversorgung erfolgt über 24 Volt AC/DC. Mit ihrer M-Bus Spannung von 37-39 V kann man mit ihnen auch große M-Bus Netzwerke mit langen Kabellängen betreiben. Die Montage des 4TE breiten Modbus zu M-Bus Gateways erfolgt auf TS35-Tragschienen oder mittels Schraublaschen. (ds)

www.stv-electronic.de

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