Intelligente Ladesteuerung des Fuhrparks

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Im Forschungsprojekts Power2Load wird eine intelligente Ladesäule entwickelt, mit der Unternehmen ihren elektrischen Fuhrpark effektiv laden können. Foto: Felix Hüffelmann/Fachhochschule Bielefeld

06.10.2021 – Im Projekt „Power2Load“ entwickeln Forschende der FH Bielefeld ein app-basiertes Lademanagementsystem für Unternehmen. Bis zu sechs E-Fahrzeuge können gleichzeitig und mit regenerativ erzeugtem Strom an einer Ladesäule geladen werden. Im Projekt kooperieren die Forschenden mit dem Ladesäulenhersteller Westaflexwerk und dem Gebäude- und Energiemanagementdienstleister Archimedes.

Das Ziel: Ein möglichst hoher Anteil an regenerativ erzeugtem Strom beim Laden und eine optimale Anpassung an die Fuhrparkanforderungen im Unternehmen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Projekts ist eine entwickelte App, mit der sich der Ladezyklus für die angeschlossenen Fahrzeuge intelligent planen lässt. Der erste Feldversuch mit Ladesäule und App wurde jetzt erfolgreich mit sechs Fahrzeugen durchgeführt.

Intelligente Mehrfachsteckdose für E-Autos

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Fahrer können in der App verschiedene Daten, wie den aktuellen Ladestand ihres Fahrzeugs oder die Abfahrzeit eintragen. Das Lademanagement berechnet dann automatisch den effizientesten Ladezyklus für alle angeschlossenen Fahrzeuge. Foto: Felix Hüffelmann/Fachhochschule Bielefeld

Durch die sechs Anschlüsse an der Ladesäule können zum einen die Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur minimiert, zum anderen die Anzahl möglicher Ladeplätze erhöht werden. Gleichzeitig wird die maximale Leistung nicht überschritten.

Beim Feldversuch wurden sechs verschiedene Elektrofahrzeuge vom Kleinstwagen bis zum Transporter an der Ladesäule angeschlossen. Geladen wurden sie dann automatisch nach einem vom System generierten Ladeplan. Das intelligente Lademanagement berechnet, wie viel PV-Strom voraussichtlich zur Verfügung stehen wird, und kann so Prognosen erstellen, zu welchem Zeitpunkt welche Menge an Strom bereitgestellt werden muss. Schulte. Darüber hinaus lässt sich eine Überlastung des Netzanschlusses vermeiden. Auch der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen lässt sich den Kooperationspartnern zufolge maximieren.

System lässt sich in bestehende Infrastruktur integrieren

Laut dem Ladesäulenhersteller Westaflex lässt sich das System in bereits bestehende oder zukünftig geplante Energie- und Lademanagementsysteme integrieren. Die Erweiterung einer bestehenden Ladeinfrastruktur nach diesem Konzept könne Investitionskosten minimieren und gleichzeitig die Anzahl der Ladeplätze erhöhen. (ds)

www.fh-bielefeld.de

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