Smart City-Studie: Mangelnde Digitalisierung gefährdet Klimawende

06.10.2021 – Laut der aktuellen Smart City-Studie der Unternehmensberatung Haselhorst Associates führen mit München, Hamburg und Köln weiterhin die Millionenstädte das Ranking an. Haselhorst Associates listet seit 2018 alljährlich die größten Städte Deutschlands ab 30.000 Einwohnern anhand ihres Digitalisierungsgrades. Die Unternehmensberatung mahnt indes die Digitalisierung der Städte in den kommenden Jahren konsequent voranzutreiben, ansonsten drohe Deutschland seine Klimaziele deutlich zu verfehlen. Eine Energiewende sei ohne eine intelligente und ressourcenschonende Fortentwicklung der Kommunen nicht machbar.

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München führt das Smart City-Ranking in der Studie von Haselhorst Associates an. Foto: Alexas_Fotos/pixabay.com

Dass genau solche deutlichen Veränderungen in der kommunalen Weiterentwicklung möglich sind und keine unlösbaren Forderungen darstellen, zeigt zumindest das gute Abschneiden Sindelfingens. Die etwa 65.000-Einwohner-starke Kommune steigert sich vom 322. Rang auf den 66. Platz. Damit gilt die baden-württembergische Mittelstadt südwestlich von Stuttgart als die Kommune, die den größten digitalen Fortschritt erzielt. An zweiter Stelle der sogenannten „Emerging Cities“ rangiert Filderstadt mit einem Digitalisierungsgrad von inzwischen 24 statt 3 Prozent. Ebenso positiv zu bewerten wie die Sprünge dieser beiden Kommunen ist auch das Abschneiden einiger Ruhrgebiets-Städte: Mit Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund landen gleich Städte aus dem „Revier“ unter den Top 20 – und weisen den größten Ballungsraum Deutschlands damit als potenziellen Zukunftsträger in puncto Smart City aus.

Spezialbericht: smarte und nachhaltige Stadtentwicklung

Wie die Aspekte Smart City und Nachhaltigkeit dabei genau zusammenhängen, verdeutlicht die Unternehmensberatung in einem umfassenden Spezialbericht. Dafür hat Haselhorst Associates wie bereits im vergangenen Jahr mit dem Fachgebiet „Entwerfen und Stadtentwicklung“ der Technischen Universität Darmstadt zusammengearbeitet und einen Sonderbeitrag erstellt. Dieser veranschaulicht nochmals detailliert, worauf es bei der digitalen Transformation der hiesigen Städte ankommt und wie der Wandel die Kommunen auch gegenüber Krisen widerstandsfähiger macht.

Zwei neue Smart City-Bereiche ausgewertet

Für die aktuelle Erhebung hat Haselhorst Associates erstmals zwei weitere Smart City-Bereiche bei den insgesamt 403 untersuchten Städten ausgewertet. Damit ergänzen „Digitaler Tourismus“ und „Digitale Wirtschaft & Handel“ die acht bestehenden Kategorien: Strategie und Umsetzung, Digitale Infrastruktur, Digitale Mobilität, Digitale Energie & Umwelt, Digitale Gebäude & Quartiere, Digitale Gesundheit, Digitale Bildung und Digitale Verwaltung. (ds)

www.haselhorst-smartcity.com

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