Projekt KRITEX: Stromnetze mit hoher Resilienz betreiben

20.10.2021 – Gemeinsam mit seinen Mitgliedern, dem IT-Sicherheitsdienstleister QGroup und der Universität Kassel, arbeitet das House of Energy an dem Projekt KRITEX. Durch die Dezentralisierung der Energieerzeugung sowie die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung der Infrastruktur wird das Versorgungsnetz immer komplexer und verwundbarer. Die Angriffsfläche steigt derart, dass laut den Projektpartnern bereits heute klassische IT-Sicherheit für den Schutz nicht mehr ausreicht und Regelungsbedarf besteht. Hier setzt das Projekt KRITEX an. Darin wird die Konfiguration einer skalierenden IT-Sicherheitsplattform für Betreiber Kritischer Infrastrukturen in ihrer Abhängigkeit von rechtlichen, technischen und praktischen Aspekten untersucht. Darüber hinaus werden Mechanismen zur Risikodeckelung von den Projektpartnern betrachtet.

Ganzheitliche Betrachtung der IT-Sicherheit

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Foto: Den Rise / Shutterstock.com

Ausgehend vom Sicherheitsbedarf der Infrastrukturbetreiber in der Energieversorgung werden rechtliche Regeln unter Berücksichtigung des bestehende Rechtsrahmens sowie der Regulierungsbedarf untersucht.

Im Gegensatz zu klassischen, häufig punktuellen Ansätzen der IT-Sicherheit verfolgt das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz zur grundsätzlichen, resilienten Ausgestaltung der digitalisierten Infrastruktur (IT/OT/IoT) für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Das Vorhaben bedient sich eines strukturierten Resilienzaufbaus von der Kernel- und Betriebssystemebene aufwärts, der von vornherein die Anpassbarkeit an rechtliche Anforderungen berücksichtigt. Dadurch soll der systematische Aufbau eines skalierenden Schutzes soll für die Betreiber von Kritischen Infrastrukturen vereinfacht werden.

Die Untersuchungen werden beispielhaft mit Unterstützung des assoziierten Partners Städtische Werke Netz + Service durchgeführt. Insbesondere soll auf die Erkenntnisse des Smart Grid LAB Hessen zurückgegriffen werden, welches ein Labor ist, in dem das intelligente Stromnetz der Zukunft aus verschiedenen Blickwickeln unter realen Bedingungen untersucht wird. Ebenfalls wird die Übertragbarkeit des KRITEX-Ansatzes auf andere Infrastrukturen ist im Projektverlauf betrachtet. (ds)

www.house-of-energy.org
www.qgroup.de
www.uni-kassel.de

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