aktiver EMT: Lösung zur Umsetzung der Ladesäulenverordnung

22.10.2021 – Mit der kürzlich vom Bundesrat verabschiedeten Ladesäulenverordnung (LSV) muss beim Aufbau von neuen, öffentlichen Ladepunkten für Elektromobile künftig sichergestellt werden, dass „energiewirtschaftlich relevante Mess- und Steuerungsvorgänge“ über ein Smart Meter Gateway abgewickelt werden können. Dieses muss den Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) entsprechen. Was unter „energiewirtschaftlich relevanten Mess- und Steuerungsvorgängen“ im Detail zu verstehen ist, sollen wiederum das neue Steuerbare-Verbrauchseinrichtungen-Gesetz (SteuVerG) bzw. der §14a Energiewirtschaftsgesetz klären. Sebastian Heß, Geschäftsführer der aktiver EMT GmbH, begrüßt den gesetzgeberischen Fortschritt: „Wir stehen mit einer marktreifen Lösung in den Startlöchern, die alle regulatorischen Bedingungen der Datenkommunikation und Steuerung von Ladesäulen via Smart Meter Gateway (SMGW) erfüllt.“

 Datenkommunikation per Smart Meter Gateway

Die neue Ladesäulenverordnung definiert Spielregeln und schafft Rechtssicherheit. Foto: GP JOULE Connect GmbH

Fest steht: Das Smart Meter Gateway wird Dreh- und Angelpunkt für den Datentransfer und insbesondere für Steuerungsvorgänge der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Für das Gelingen der Energiewende notwendige Funktionen, wie z.B. netzdienliches Laden, wird zwingend eine sichere Datenkommunikation benötigt. Dazu Sebastian Heß: „Aus der neuen LSV geht hervor, dass neu errichtete Ladeinfrastrukturen in Zukunft über die CLS-Schnittstelle des SMGW Messwerte senden müssen und auch die Möglichkeit einer Steuerung gewährleistet sein muss.“

Dienstleister gefragt

Für Charge Point Operatoren (CPO) wie Stadtwerke oder andere Betreiber von Ladeinfrastruktur bedeutet dies, dass sie als grundzuständiger Messstellenbetreiber (gMSB) neben dem Gateway-Administrator auch einen Dienstleister benötigen, der die Marktrolle des aktiven Externen Marktteilnehmers (aEMT) einnimmt und die Steuermöglichkeit regelkonform sicherstellt. Die Konstellation eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers (wMSB) als Dienstleister für den CPO, der deutschlandweit Ladesäulen steuerbar macht oder als eigener CPO auftritt, ist dabei ebenfalls denkbar.

Um Ladesäulen netzdienlich zu steuern, müssen Betreiber BSI-konform agieren können. Die aktiver EMT GmbH, die zur Minol-ZENNER-Gruppe gehört, ist auf solche Anwendungen spezialisiert. „Technisch ist das Steuern der Ladeinfrastruktur über die CLS-Schnittstelle des Smart Meter Gateways mittels OCPP oder EEBus-Protokoll schon jetzt möglich“, erklärt Dr. Dieter Varelmann, Key Account Manager bei der aktiver EMT GmbH. „Die nach ISO 27.001 zertifizierte Plattform des aktiven EMT ist dabei unabdingbar für alle Akteure, die via Smart Meter Gateway Daten bewegen und steuernd eingreifen wollen.“

Die aktiver EMT GmbH sieht sich klar in der Rolle des Enablers für das Schalten: „Mit unserer B.One Middleware und dem ZENNER IoT gateway Hutschiene verfügen wir in der Unternehmensgruppe über eine marktreife Lösung, die alle BMWi/BSI Anforderungen erfüllt“, erläutert Sebastian Heß. Das ZENNER IoT gateway Hutschiene ist Submetereinheit (SME), Steuereinheit (SE) und bietet zugleich die Option als HAN-Kommunikationsadaptereinheit (HKE) im intelligenten Messsystem (iMSys) verwendet zu werden.

Ergänzend bietet die aktiver EMT GmbH eine LoRaWAN-Lösung für die Vorfeld-Sensorik und andere Anwendungen an. Damit kann man beispielsweise kontrollieren, ob Ladepunkte durch unberechtigt parkende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor blockiert werden.

www.aktiver-emt.de

 

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