Wie gelingt die Netzintegration von Elektromobilität?

02.11.2021 – Im ihrem Bericht hat die Arbeitsgruppe 5 der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) die Netzintegration privater Ladeinfrastruktur vor dem Hintergrund der steigenden Neuzulassungszahlen von E-Fahrzeugen erneut diskutiert, branchenübergreifende Konsenspunkte der netzdienlichen Steuerung herausgearbeitet sowie Handlungsempfehlungen für die nächste Legislaturperiode erarbeitet.

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Foto: Hans Rohmann (hrohmann) / pixabay.com

Die Arbeitsgruppe „Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze, Sektorkopplung“ legt in ihrem neuen Bericht dar, bei welchen Punkten bereits ein branchenübergreifender Konsens im Hinblick auf die Netzintegration herrscht. Der Bericht zeigt zugleich auf, welche rechtlichen Grundlagen geschaffen werden müssen, damit sowohl die Verlässlichkeit und Planbarkeit der Netzintegration der privaten Ladeinfrastruktur gegenüber dem heutigen Status quo erhöht als auch technologischen Innovationen der notwendige Spielraum ermöglicht wird.

Weiterhin verdeutlicht der Bericht, dass die erfolgreiche Netzintegration der Elektromobilität, also die Einbindung der Ladeeinrichtungen in ihr jeweiliges Ortsnetz und die Organisation des Zusammenspiels zwischen dem Netz und der angeschlossenen Ladeinfrastruktur bzw. Elektrofahrzeugen, eine Herausforderung und zugleich eine Chance der Sektorkopplung ist, wenn sie netzdienlich ins Stromnetz integriert werden kann.

Folgende aktuellen Entwicklungen sind dem Bericht zufolge bei der Netzintegration der privaten Ladeinfrastruktur mitzudenken:

  1. Die Prosumer-Marktentwicklung, bei der Endverbraucher durch beispielsweise eine eigene Fotovoltaikanlage zugleich Stromerzeuger sind. Damit werden neue Funktionalitäten wie beispielsweise bidirektionales Laden von Autos (Vehicle-to-Grid) möglich.
  2. Die Marktteilnehmer sind sich einig, dass für die Netzintegration der privaten Ladeinfrastruktur eine zeitnahe rechtliche Grundlage geschaffen werden muss, die nicht nur die Verlässlichkeit und Planbarkeit gegenüber dem heutigen Status quo erhöht, sondern auch technologischen Innovationen den notwendigen Spielraum bietet.
  3. Für die Realisierung einer präventiven netzdienlichen Steuerung sind insbesondere technische Fragen wie Smart Meter-Gateway (SMGW) inklusive Steuerungseinheit, aber auch rechtliche und finanzielle Fragen insbesondere hinsichtlich §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und prozessuale Fragen zwischen den Marktteilnehmer ungeklärt und müssen in der nächsten Legislaturperiode in den Blick genommen werden.

Der Bericht steht ab sofort zum Download bereit. (ds)

www.plattform-zukunft-mobilität.de

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