Kombinierte Nutzung von OMS und LoRaWAN

17.11.2021 – Die OMS-Group e. V. und die LoRa Alliance kündigen eine neue Kooperation zur Standardisierung von Smart Metering und IoT-Anwendungen durch die kombinierte Nutzung der OMS- und LoRaWAN-Standards an. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe haben die beiden Organisationen eine standardisierte Verwendung der Open Metering System (OMS) Zählerkommunikation über LoRaWAN festgelegt. Die neue Spezifikation reduziert den Kooperationspartnern zufolge für Versorgungsunternehmen die Komplexität und die Kosten der Integration.

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In „OMS über LoRaWAN®“ dient OMS als Anwendungsebene innerhalb einer Standard-LoRaWAN-Netzwerkarchitektur. Grafik: LoRa Alliance®

Angesichts des Umfangs ihrer Anwendungen werden Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgungsunternehmen, so die beiden Organisationen, durch die Implementierung von standardbasierten Technologien wie LoRaWAN und OMS aufgrund der ermöglichten Interoperabilität und einfachen Nutzung ihren Geschäftswert vergrößern. LoRaWAN hat sich bereits für die Vernetzung intelligenter Versorgungsanwendungen bewährt, von der Verbrauchserfassung über die Leckerkennung bis hin zur automatischen Abschaltung und mehr. Die Verwendung von LoRaWAN mit OMS ist nach Ansicht der beiden Organisationen ein Wendepunkt für den europäischen Versorgungsmarkt, der die Implementierung einfacher und kosteneffizienter macht, die Investitionsrendite maximiert und zugleich die Interoperabilität mit älteren Zählern sicherstellt.

Die neue gemeinsame Spezifikation der OMS-Group und der LoRa Alliance ermöglicht eine Standard-M-Bus-Kommunikation über LoRaWAN. Eine gemeinsame Erprobung des Konzepts hat die Interoperabilität auf allen Ebenen bestätigt, von der Datenplattform bis hin zu verschiedenen OMS-Endgeräten, die über das gleiche oder verschiedene LoRaWAN-Netzwerke verbunden sind. Die Spezifikation und die Erprobung des Konzepts wurden gemeinsam von Mitgliedern beider Organisationen entwickelt.

Von Vorteilen der LoRaWAN-Technologie profitieren

Die Verwendung von „OMS über LoRaWAN“ für Standard-OMS-Anwendungen ermöglicht es allen Versorgungsunternehmen, die bereits OMS einsetzen, auch von den LoRaWAN-Vorteilen zu profitieren. Dazu zählen der geringe Energieverbrauch, die große Reichweite, die tiefe Durchdringung von Innenräumen – ideal für Zähler, die sich oft unter der Erde, hinter Beton oder an anderen schwer zugänglichen Stellen befinden – sowie „Firmware updates over the air (FUOTA)“.

Die neue Spezifikation gewährleistet auch die Interoperabilität mit älteren OMS-basierten Systemen und entlastet Versorgungsunternehmen von der kostspieligen Einrichtung und Wartung einer Funknetzinfrastruktur, indem sie bestehende LoRaWAN-Netzwerke von Drittanbietern nutzt. Auf diese Weise wird die Nutzungsdauer der Systeme verlängert, was zu Kosteneinsparungen führt. (ds)

www.lora-alliance.org
www.oms-group.org

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