PTB-Zertifikat für Mesh-Funknetz

22.11.2021 – Der Technologieanbieter Hausheld hat von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) das Zertifikat erhalten, das die vollständige Konformität des Mesh-Funknetzsystems von Hausheld mit dem geltenden Eichrecht amtlich bestätigt. Die end-to-end funktionsfähige Smart-Metering-Lösung für den flächendeckecken Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) kann demnach im deutschen Energiemarkt vorbehaltlos eingesetzt werden. Hausheld hatte sich nach eigenen Angaben der Zertifizierung freiwillig unterzogen, um Zweifel im Markt an der Zulässigkeit und Leistungsfähigkeit der Funk-Lösung zu entkräften.

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Hausheld-Vorstand Bouke Stoffelsma mit dem PTB-Zertifikat. Foto: Hausheld AG

So funktioniert das Mesh-Funknetz für den Voll-Rollout

Hausheld hat eine High-Tech-Lösung für einen stadtweiten iMSys-Rollout entwickelt: Alle Stromzähler eines großen Gebäudes oder einer Siedlung verbinden sich untereinander über ein Transport-Layer-Security (TLS)-Funksystem mit den Smart Meter-Gateways. So können mehrere Zähler mit einem Gateway verbunden werden, was einen sicheren, stabilen und wirtschaftlichen iMSys-Voll-Rollout ermöglichen soll.

Das Funksystem wurde von Hausheld nach den Vorgaben des Schutzprofils des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt. Es leitet Daten von Zähler zu Zähler aus den Kellern der deutschen Haushalte. Wie Hausheld mitteilt, erreicht das Unternehmen mit seiner Technik auch die Zähler, die sich außerhalb der Reichweite von Mobilfunknetzen befinden. Die Verschlüsselung erfolgt gemäß der Technischen Richtlinie TR03109-1 des BSI für die sichere Übertragung der Messwerte.

Die Smart Meter-Gateways befinden sich meist in zentralen Hausanschlussräumen oder den gesicherten Trafostationen der Stadtwerke. Von dort aus werden die Daten per Glasfaser, LTE, per 450 MHz oder Powerline einfach und zuverlässig von den Gateways in die Rechenzentren übertragen.

PTB bestätigt Einhaltung der Latenzzeit

Durch die amtliche Bestätigung seitens der PTB ist auch geprüft, ob im Mesh-Netz die eichrechtlich vorgeschriebene Latenzzeit eingehalten wird. Diese beschreibt den Zeitraum, den die Übertragung der Messwerte vom Zähler zum Smart Meter-Gateway benötigt. „Die PTB hat einen kompletten Prüfaufbau erhalten und alle Zeiten nachgemessen. Mit dem behördlichen Ergebnis: Ja, mit dem Mesh-Netz kann man intelligente Messsysteme auslesen und alle Funktionen des Smart Meter Gateways nutzen. Sowohl der datensparsame TAF1 für Haushaltskunden als auch die genaueren Zählerstandsgänge im 15-Minuten-Takt nach TAF7 werden zuverlässig verarbeitet“, erklärt Hausheld-Vorstand Bouke Stoffelsma. (ds)

www.hausheld.info

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