Positive Geschäftsentwicklung bei enercity

03.12.2021 – enercity steigerte im dritten Quartal 2021 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Mit rund 99 Millionen Euro liegt das Betriebsergebnis (EBIT) um 21,6 Prozent höher als zuvor. Aufgrund der Gesamtentwicklung peilt enercity nach eigenen Angaben für das laufende Geschäftsjahr einen Rekordumsatz an (2020: 3,7 Milliarden Euro) und erhöht seine Gewinnprognose auf über 100 Millionen Euro.

Das allgemein deutlich gestiegene Preisniveau am Strom- und Gasmarkt führte zu leichter Zurückhaltung bei den Großhandelstätigkeiten. Die Gesamtabsatzzahlen bei Strom und Erdgas sind deshalb in Summe gesunken: Der Stromabsatz lag im dritten Quartal 2021 mit 21.524 Gigawattstunden (GWh) um 4,0 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum (22.417 GWh). Der Erdgasabsatz umfasste 35.828 GWh. Der Wärmeabsatz im enercity-Konzern hingegen nahm zu und belief sich im dritten Quartal 2021 auf 1.886 GWh. Das entspricht einem Anstieg um 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Wärmewende in Hannover auf Kurs

enercity Ladestation Web
Auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur vermeldet enercity Fortschritte. Foto: enercity AG

Für die Wärmewende in Hannover gibt enercity in den kommenden Jahren mehr als 550 Millionen Euro aus. Mit dem Ausstieg aus der Kohle werden dem Unternehmen zufolge künftig rund 1,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Darüber hinaus unterstützen enercity und die Landeshauptstadt in den kommenden drei Jahren mit rund 35 Millionen Euro den Austausch von 5.000 Ölheizungen und fördern die Effizienzsteigerung von bis zu 30.000 Heizungen, um die Wärmewende in Hannover voranzutreiben. Durch die Ende Oktober gestartete Heizungsaustauschoffensive verzeichne enercity seither eine hohe Nachfrage für diese Angebote.

Auch die Ersatzanlagen für den Block 1 des Kohlekraftwerks Stöcken schreiten voran. Der Rohbau der Klärschlammverwertungsanlage in Hannover-Lahe ist nahezu abgeschlossen. Im kommenden Jahr wird bereits der Betrieb aufgenommen und Hannover ab 2023 mit mehr umweltfreundlicher Fernwärme versorgt werden. Für das neue Biomasseheizkraftwerk im Stadtteil Stöcken wird das vorgesehene Grundstück aktuell für den Bau vorbereitet.

Ladeinfrastruktur Staedtevergleich enercity
Bei den installierten Ladepunkten belegt Hannover eine der Spitzenpositionen bei den deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern. Grafik: enercity AG

Hannover verzeichnet dichte Ladeinfrastruktur

Bis Ende November hat enercity 340 öffentliche Ladepunkte in Hannover installiert. Ende 2020 waren es 178 enercity-Ladepunkte. Unter den mehr als 440 öffentlichen enercity-Ladepunkten im kommenden Jahr soll es künftig mindestens 70 Schnelllademöglichkeiten geben. Auf 100.000 Einwohner kommen in Hannover 88 Ladepunkte, das sind Anfang November 467 öffentliche Ladepunkte, die den rund 534.000 Menschen in Hannover zur Verfügung standen.

In der Praxis geschehen 85 Prozent der Ladevorgänge zuhause oder am Arbeitsplatz. Deshalb baut enercity die Ladeinfrastruktur auch über den öffentlichen Raum hinaus direkt bei den Kundinnen und Kunden auf. Hier konnten bundesweit inzwischen mehr als 2.500 Ladepunkte realisiert werden. Seit 2017 hat sich die Zahl der von enercity installierten Ladepunkte nach Informationen des Unternehmens jedes Jahr verdoppelt. Gut ein Fünftel fragen Privatkunden nach, der Großteil der Ladepunkte entsteht bei Unternehmen oder der Wohnungswirtschaft, die ihren Beschäftigten, Besuchern oder Mietern wohnortnahe Lademöglichkeiten bieten möchten. (ds)

www.enercity.de

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