MaKo 2022: Spezialisten gefragt

16.12.2021 – Bis April 2022 müssen die Änderungen der MaKo 2022 umgesetzt werden. Softwareanbieter ArcMind Technologies ist auf Marktkommunikation spezialisiert und sieht sich gut gerüstet.

Die Richtlinien der MaKo 2022 sollen bis zum April nächsten Jahres die Weiterentwicklung der „Netzzugangsbedingungen Strom“ vorantreiben. Die anstehenden Änderungen konzentrieren sich auf die Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE), auf Marktprozesse für erzeugende Marktlokationen Strom (MPES), auf Wechselprozesse im Messwesen Strom (WiM) sowie auf die Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS).

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Foto: Gorodenkoff / shutterstock.com

„Ein Ziel der MaKo 2022 liegt in der Automatisierung der Rechnungsein­gangs­prüfung durch die Einführung von elektronischen Preisblättern zwischen Netz­betreibern und Lieferanten“, sagt Stephan Köhne, Geschäftsführer der Essener ArcMind Technologies GmbH, die sich auf Software-Lösungen für die Energieversorgungsbranche spezialisiert hat. Das elektronische Preisblatt zur Netznutzungsabrechnung ebenso wie die Blindleistungsabrechnung ist ab 1. Januar 2023 verpflichtend.

Für Messstellenbetreiber stehen ebenfalls Anpassungen an: „Betroffen sind die Anforderung, Erhebung, Aufbereitung und Übermittlung von Messwerten. Hatten die Betreiber vorher einen Werktag Zeit, Werte zu übermitteln, muss dies gemäß der neuen MaKo 2022 bis 09.30 Uhr erfolgen, wenn es Werte der Messlokation sind, beziehungsweise bis 11.00 Uhr bei Werten der Marktlokation“, so Köhne weiter.

Neue Marktrolle

Außerdem entsteht eine neue Marktrolle: der Energie-Service-Anbieter (ESA), der als neuer externer Marktteilnehmer mit Einwilligung des Letztverbrauchers automatisiert Daten vom Messstellenbetreiber einholen, diese analysieren und beispielsweise für neue Geschäftsmodelle nutzen kann. Voraussetzung dafür ist die Übermittlung von Zählzeitdefinitionen durch den Messstellenbetreiber als Basis etwa für lastvariable und tageszeitabhängige Tarife. „Mit dieser neuen Rolle hat die Bundesnetzagentur klargemacht, dass die Richtlinien darauf abzielen, den Energieverbrauch zu optimieren“, erläutert Stephan Köhne.

Anpassung oder spezialisiertes System?

Damit bestehende Systeme die neuen MaKo-Prozesse abbilden können, die mit der Einführung des Energieserviceanbieters verbunden sind, werden zahlreiche Anpassungen notwendig sein. Stephan Köhne empfiehlt, den Anlass als Chance zu nutzen: „Anstatt die bestehende IT-Landschaft immer weiter zu individualisieren, kann für Unternehmen aus der Energiebranche die Investition in eine spezielle Software für die Marktkommunikation ratsam sein.“ Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass die gewählte Software alle Marktrollen unterstützt, dass flexible Schnittstellen vorhanden sind und dass sie auch kundenindividuelle Prozesse abbildet.

Er verspricht: „Die Softwarelösungen der ArcMind Technologies GmbH werden selbstverständlich auch die Anforderungen der MaKo 2022 berücksichtigen.“ Die Server-Lösung „EDItion S“ ermöglicht es zum Beispiel, automatisiert große Mengen an ein- und ausgehenden Nachrichten bewältigen und auch neue Prozesse effizient gestalten zu können. (pq)

www.arcmind.com

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