Drohneninspektion: E.DIS Netz schließt Tests ab

11.01.2022 – Der Netzbetreiber E.DIS Netz hat kürzlich die Erprobung drohnenbasierter Inspektionslösungen in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen. Die Tests wurden im Rahmen eines größeren Programms für die E.DIS Netz durchgeführt, welches den Einsatz von Drohnen bei Freileitungsinspektionen evaluieren soll.

Die Tests wurden hauptsächlich in landwirtschaftlich genutzten Gebieten durchgeführt, in Bereichen mit zusätzlich hoher Vegetation, Hainen, Mooren und Flüssen. Diese natürlichen Hindernisse begrenzen sowohl die Geschwindigkeit als auch die Effizienz herkömmlicher Inspektionen zu Fuß. Landwirtschaftliche Flächen stellen zusätzliche Herausforderungen dar, da die Inspektionsteams versuchen, den Eingriff in landwirtschaftliche Flächen zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten.

Freileitung Moor Demmin Hepta Airborne
Hochspannungsfreileitung durch ein Moor bei Demmin. Foto: Hepta Airborne OÜ

Darüber hinaus bieten Drohnen die Möglichkeit, mehr Informationen in kürzerer Zeit zu sammeln, dauerhaft zu speichern und schneller zu verarbeiten. Anstatt mit einem kleinen Boot ein Moor zu durchqueren oder sich zu Fuß einen Weg durch die dichte Vegetation zu bahnen, befliegen qualifizierte Drohnenpiloten die Freileitungen und sammeln die benötigten Daten einfach, schnell und zuverlässig. Bei Hochspannungsfreileitungen, wie sie nahe Demmin in Mecklenburg-Vorpommern inspiziert wurden, benötigt ein zweiköpfiges Prüferteam E.DIS Netz zufolge häufig viel Zeit, um den Strommast zu überprüfen, während eine Drohne die benötigten Daten des Masts in 15 Minuten sammeln könne.

Softwareplattform ebenfalls getestet

Neben der Drohnentechnologie testete E.DIS Netz auch eine spezialisierte Softwareplattform namens uBird, die eine schnellere Fehlererkennung auf Basis der aufgenommenen Daten ermöglicht. Diese kombiniert alle gesammelten Daten zu einer kartenbasierten Übersicht, wo sie entweder manuell oder durch den Einsatz von Machine-Learning-Algorithmen überprüft werden. Die uBird-Plattform wurde von Hepta Airborne bereitgestellt, einem Anbieter von drohnenbasierten digitalen Inspektionslösungen. Dies ermöglicht Netzbetreibern laut Hepta Airborne bis zu 250 Prozent schnellere Inspektionszyklen, wodurch sie potentielle Gefahren früher erkennen und beheben können, bevor die Möglichkeit einer Beeinträchtigung der Stromversorgung entsteht.

E.DIS Netz testet seit Sommer 2021 großflächig aktiv Drohnentechnologie. Heute sind 15 DJI Mavic 2-Drohnen bei ihren Inspektionsteams im Einsatz und werden weitergehend getestet. (ds)

www.e-dis-netz.de
www.heptaairborne.com

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