Siemens Energy: Windkrafttochter mit hohen Verlusten, Sparte Power und Gas solide

Siemens Konzernzentrale München/ Siemens headquarters Munich
Siemens-Hauptquartier in München. Foto: Siemens AG

11.02.2022 – Der Energietechnikkontern Siemens Energy vermeldet im ersten Quartal dreistellige Millionenverluste. Dafür werden in erster Linie die anhaltend schlechten Geschäftsergebnissen der spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) verantwortlich gemacht. Siemens Gamesa hatte Ende Januar wegen Lieferkettenproblemen, hohen Kosten, Projektverzögerungen und Mängeln mit seiner neuen Landturbine die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende September) gesenkt und zudem schwache Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Das operative Ergebnis (Ebita) von Siemens Energy betrug minus 57 Mio. € (Q1 GJ 2021: plus 243 Mio. €), wobei das negative Ergebnis von SGRE ausschlaggebend war. Das angepasste Ebita vor Sondereffekten von Siemens Energy lag bei minus 63 Mio. €, gegenüber plus 366 Mio. € im Vorjahresquartal. Im Vorjahreszeitraum konnte Siemens Energy noch einen Gewinn von 99 Millionen Euro vor Steuern verbuchen. Konzernchef Christian Bruch kündigte an, Siemens Gamesa bei der Sanierung des seit Jahren schwächelnden Geschäfts mit Onshore-Windturbinen aber weiter zu unterstützen.

Doch es gibt auch Erfolge zu vermelden: Das Energietechnikgeschäft Power und Gas habe sich solide entwickelt. Beide Segmente trugen zu einem weiteren starken Quartal beim Auftragseingang bei, der sich auf 8,3 Mrd. € belief und damit um 10,1% auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) zunahm.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung von SGRE im abgelaufenen Quartal und des angepassten Ausblicks hat Siemens Energy seine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 aktualisiert und wird seine bisherigen Erwartungen für die Angepasste EBITA-Marge vor Sondereffekten des Siemens Energy Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 überprüfen. Für das Geschäftsjahr 2022 geht der Vorstand für den Siemens Energy Konzern nun von einer vergleichbaren Umsatzerlösentwicklung in einem Bereich von minus 2% bis plus 3% sowie einer Angepassten EBITA-Marge vor Sondereffekten zwischen plus 2% bis plus 4% aus. (ds)

www.siemens-energy.com

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