Aufteilung der CO2-Kosten über Stufenmodell

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Foto: Gerd Altmann (geralt) / pixabay.com

21.02.2022 – Die Ampel-Koalition hat sich auf ein Stufenmodell zur geplanten Aufteilung der CO2-Kosten fürs Heizen zwischen Mietern und Vermietern geeinigt. Geplant ist ein Stufenmodell mit sieben Stufen – die Beteiligung der Mieter ist dabei abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes. Je weniger CO2 es ausstößt, desto höher ist der Anteil der Mieter. Beträgt dieser Ausstoß weniger als fünf Kilogramm (niedrigste Stufe), müssen die Mieter die gesamten CO2-Kosten fürs Heizen übernehmen. Beträgt der Ausstoß mehr als 45 Kilogramm, etwa bei schlecht gedämmten und schlecht sanierten Gebäuden, müssen sie nur zehn Prozent der CO2-Kosten tragen.

Das Stufenmodell nach Gebäudeenergieklassen soll zum 1. Juni 2022 einführt werden. „Sollte dies zeitlich nicht gelingen, werden die erhöhten Kosten durch den CO2-Preis ab dem 1. Juni 2022 hälftig zwischen Vermieter und Mieterin beziehungsweise Mieter geteilt“, heißt es im Koalitionsvertrag.

Das Stufenmodell gilt für Wohngebäude. Für Gewerbebauten wie Büros oder Einkaufszentren gibt es noch keine Einigung, da die Datenlage nicht so vollständig wie bei Wohngebäuden sei.

Seit Anfang 2021 wird auch im Gebäudebereich ein Preis für CO2-Emissionen erhoben, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger anfallen. Dadurch soll der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen attraktiver werden. (ds)

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