Neues Amphibienschiff für Wartung schwer erreichbarer Windparks

04.03.2022 – RWE hat zusammen mit ihrem Partner Commercial Rib Charters (CRC) ein Amphibienschiff entwickelt und gebaut, mit dem Offshore-Windparks in flachen Gewässern erreicht werden können. Das sogenannte „Crew Transfer Vessel“ soll Servicetechniker zu Turbinen bringen, die auf Sandbänken errichtet wurden und die natürliche Ablagerung von Sand im Laufe der Zeit zu einer Anhebung des Meeresbodens geführt hat.

Amphibienschiff Offshore Windpark Scroby Sands 2022
Das voll seetüchtige Amphibienschiff kann durch die angebrachten Räder auch an Land fahren. Foto: RWE AG

Das voll seetüchtige Schiff, das auch an Land fahren kann, ermöglicht den Zugang zu einigen der ersten Offshore-Windparks in Großbritannien, die auf natürlich entstandenen Sandbänken errichtet wurden. Hierzu zählt etwa der Offshore-Windpark Scroby Sands von RWE mit einer Leistung von 60 Megawatt (MW). Es handelt sich um eines der ersten Projekte, die in Großbritannien gebaut wurden – allesamt in relativ flachen Gewässern in Küstennähe. Scroby Sands wurde auf einer prähistorischen Sandbank errichtet, die aufgrund natürlicher Veränderungen der Meeresumwelt und der Küstenerosion im Laufe der Zeit angehoben wurde, so dass vier Turbinen nicht mehr von Wartungsschiffen erreicht werden können.

Die maßgeschneiderte Lösung wurde in Rekordzeit gemeinsam vom RWE-Betriebsteam, ihrem Technologie- und Innovationsteam und dem Schiffsanbieter Commercial Rib Charters (CRC) entwickelt. Das Schiff soll den Namen „CRC Walrus“ tragen, nach einem berühmten amphibischen Doppeldecker aus den 1930er Jahren. Das Schiff hat zwei Räder vorne und eines hinten, kann zehn Techniker sowie zwei Besatzungsmitglieder transportieren und hat eine Deckladekapazität von 1.000 kg. (ds)

www.rwe.com

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