Mast-Demontage per Helikopter

23.05.2022 – Bayernwerk Netz vermeldet, zwei etwa 45 Meter hohe Strommasten per Helikopter aus einem Wald bei Inchenhofen herausgehoben zu haben. Die Masten wurden von aus dem Wald transportiert und auf einen Lagerplatz in der Nähe abgelegt. Die Mast-Demontage sei der Abschluss einer Leitungserneuerung. Im vergangenen Jahr habe das Bayernwerk leistungsstärkere Erdkabel verlegt, die die bisherige Freileitung ersetzen.

Versorgungssicherheit: Erdkabel seien robuster

Demontage Strommast Helikopter Bayernwerk

Bayernwerk Netz entfernt in Inchenhofen im Kundencenter-Gebiet Pfaffenhofen zwei alte Strommasten. Foto: Robert Viisoreanu ; Bayernwerk AG

Die Erdkabel bieten im Vergleich zu den alten Freileitungen eine höhere Versorgungssicherheit, wie Thorsten-Peter Müller, Leiter des Bayernwerk-Kundencenters in Pfaffenhofen, erläutert: „Erdkabel sind robuster. Sturm und umstürzende Bäume können ihnen nichts anhaben. Zudem sind die neuen Kabel fast doppelt so leistungsstark wie die bisherigen Leitungen.“ Nach Angaben des Bayernwerks verläuft die neue Kabelstrecke rund zwei Kilometer vom Inchenhofener Ortsteil Ried über Ainertshofen bis zum Ortsteil Sainbach. Den Teil-Auftrag für den Leitungsbau hatte die Kabelbaufirma Peter Knauer aus Sainbach erhalten.

Hubschraubereinsatz aus Effizienz- und Umweltgründen

Helikopter Strommast Bayernwerk
Zur Demontage der Masten wird ein Hubschrauber eingesetzt. Foto: Robert Viisoreanu ; Bayernwerk AG

Mucahide Karatay hat den Abtransport der Masten als Projektleiterin organisiert und berichtet: „Einen solchen Einsatz hatten wir im Netzgebiet Pfaffenhofen seit rund 20 Jahren nicht mehr, denn so genannte Waldüberspannungen wurden selten gebaut. Die effektivste und umweltfreundlichste Art des Abbaus war ein Hubschraubereinsatz, um die Bäume und andere Gewächse im Umfeld möglichst nicht zu beschädigen.“

Laut Bayernwerk hatte zunächst die Grießer Elektromontagen GmbH aus Weilach die Leiterseile entfernt, sodass die beiden 45 Meter hohen und jeweils rund 4.000 Kilogramm schweren Masten stehen blieben. An diesen hatte das Fachunternehmen im Anschluss die Seile und Schlaufen für den Transport durch die Luft angebracht.

Für den Einsatz galten Mucahide Karatay zufolge strenge Genehmigungs- und Sicherheitsvorschriften, die im Vorfeld mit den zuständigen Behörden abgestimmt wurden. Da außer dem Piloten und dem Copiloten während des Flugs keine weitere Person im Hubschrauber sitzen durfte, seien die Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft vom seltenen Mastrückbau von einer Drohne erstellt worden, die den nötigen Sicherheitsabstand eingehalten habe. Nachdem die Masten vom Hubschrauber auf die Freifläche gebracht wurden, wurde der Stahlmast in seine Einzelteile zerlegt. Im Anschluss würden die Mastteile von einem Wertstoffhändler abgeholt und fachgerecht entsorgt oder wiederverwertet. (ds)

www.bayernwerk.de

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