Bitkom: Vorschläge für schnelleren Smart Meter Rollout

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Foto: Florian Kurz (flo222) / pixabay.com

30.05.2022 – Intelligente Messsysteme können nach Ansicht von Sebastian Schaule, Referent Energie beim Digitalverband Bitkom, die Basis für Netzstabilität, Versorgungssicherheit, Cybersicherheit und Datenschutz im zukünftigen Energiesystem sein.

Gleichwohl würden steigende Einbauzahlen der Smart Meter Gateways (SMGW) immer noch durch ein hohes Maß an Zuständigkeitsdiskussionen, komplexe Regelungen, bürokratische Hürden sowie Verzögerungen bei technischen Standards erschwert. Der Bitkom-Verband hat ein Positionspapier herausgegeben, wie der Smart Meter Rollout beschleunigt werden könnte.

Die BMWK/BSI-Roadmap sieht vor, dass bis 2030 mehr als 15 Millionen Einbaufälle des Smart Meter Gateways umgesetzt sein müssen. Anfang 2022 waren laut Bitkom jedoch nur 150.000 intelligente Messsysteme verbaut. Und weitere Verzögerungen zeichnen sich ab: Die für Ende Januar 2022 angekündigte BSI-Markterklärung mit Freigabe weiterer Einbaufälle lässt weiter auf sich warten, die BSI-Markterklärung aus 2020 wurde im Mai 2022 wieder zurückgezogen und auch die Erarbeitung der Technischen Richtlinie TR-03109-5 für die interoperable Steuerung dauert Sebastian Schaule zufolge länger als ursprünglich geplant.

Um die vom Bundeswirtschaftsministerium ausgerufene Solaroffensive, den Ausbau der Elektromobilität und den Wärmepumpen-Hochlauf nicht zu gefährden, sei ein Umsteuern dringend erforderlich. Notwendig seien jetzt insbesondere eine zügige neue Markterklärung, eine gesetzliche Grundlage für Steuerbarkeit, weniger Bürokratie, einfachere Prozesse, ausreichende Kapazitäten bei Handwerkern sowie finanzielle Einbauanreize. (ds)

www.bitkom.org

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