Virtuelles Kraftwerk: Trianel wechselt zur BTC Lösung

14.06.2022 – Mithilfe der Softwarelösung BTC Virtual Power Plant (VPP) wird ab Oktober 2022 das virtuelle Kraftwerk von Trianel mit einer Leistung von 2.500 Megawatt gesteuert. Von der Ertüchtigung des Virtuellen Kraftwerks sollen die Kunden von Trianel im Fahrplanbetrieb, in der Direktvermarktung, bei der Regelleistungsvermarktung und im Bilanzkreis-Ausgleich profitieren.

Trianel Virtuelles Computer Bildschirme
Foto: Trianel GmbH

Mit dem BTC VPP können dem Anbieter zufolge Energiemengen von dezentralen Anlagen gebündelt und das Leistungsvermögen des Anlagenpools flexibel gesteuert und vermarktet werden. Dies erleichtere auch das Bilanzkreismanagement und die Regelenergievermarktung. Instabilitäten einzelner Anlagen können durch andere Anlagen des Verbunds ausgeglichen werden und größere Energiemengen bei geringerem Risiko von Fahrplanabweichungen vermarktet werden.

Ablösung des bisherigen Leitsystems

Das von Trianel geplante Migrationsprojekt umfasst die Ablösung des bisherigen Leitsystems. Die BTC Lösung VPP als Software-as-a-Service (SaaS) wird dabei aus den betriebsredundanten Rechenzentren in Oldenburg zur Verfügung gestellt. Neben einer Vermarktung der Kapazitäten wird laut BTC ein vollumfängliches Monitoring der Erzeugungsanlagen sowie deren Steuerung gewährleistet.

Neben der Kernkomponente des BTC VPP wird Trianel auch das Stromcockpit einführen. Über diese Applikation haben die Anlagenbetreiber jederzeit Überblick über den Vermarktungsprozess ihrer Anlage, indem sie beispielsweise Nichtverfügbarkeiten eintragen, Handelsergebnisse und Anlagenzeitreihen erhalten oder den Einsatz ihrer Anlage selbstständig planen können.

Die Komplexität des Projektes macht deutlich: eine detaillierte Planung und enge Abstimmungsprozesse mit allen Stakeholdern des Projektes sind essenziell für eine erfolgreiche Migration.
Die Energieanlagen im Virtuellen Kraftwerk von Trianel sind nach Angaben des Unternehmens alle in den kritischen Systemdienstleistungsprozess der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) für die Regelleistungserbringung eingebunden. Die Vermarktung des entsprechenden Anlagenportfolios gilt es daher im Zuge des Leitsystem-Austausches möglichst ununterbrochen sicherzustellen. Wie die Kooperationspartner mitteilen, werden den ÜNB infolgedessen frühzeitig das Migrationsprojekt und das Präqualifikationskonzept vorgestellt. (ds)

www.trianel.com
www.btc-ag.com

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