ABB E-mobility: Bislang größter Standort für DC-Schnellladestationen eröffnet

28.06.2022 – ABB E-mobility hat in Valdarno in der Toskana nach eigenen Angaben ihren bisher größten Produktionsstandort für Gleichstrom-Schnellladestationen eröffnet. Im neuen Werk wird ABB zufolge das gesamte Portfolio an Gleichstrom-Ladestationen hergestellt. Das Technologieunternehmen vermeldet, bisher mehr als 680.000 Ladestationen in mehr als 85 Märkten verkauft zu haben. Die Eröffnung des neuen 16.000 Quadratmeter großen Werks ermögliche die Herstellung von mehr als 10.000 zusätzlichen DC-Ladestationen jährlich. An den sieben Produktionslinien könne alle 20 Minuten ein DC-Schnelllader produziert werden.

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Im italienischen Valdarno hat ABB E-Mobility einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Foto: ABB Ltd

Schnellladetechnologie: Forschung und Entwicklung stärken

Darüber hinaus will ABB auch die Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung ausbauen. Laut dem Unternehmen können in der neuen Produktionsstätte 400 Ladevorgänge an 15 Prüfständen täglich simuliert werden. In Valdarno sei eine Fläche von 3.200 Quadratmetern eigens für Entwicklung und Prototyping vorgesehen. Die Mitarbeitenden sollen unter anderem neue Softwareprodukte und Tools für das produktbezogene Lifecycle-Management implementieren, um die F&E-Aktivitäten vollständig in die Fertigung zu integrieren. Zudem sollen mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden.

Integrierte Automationslösungen verbinden die Produktion mit dem automatisierten Lager. So soll eine optimierte Bestandssteuerung, lückenlose Rückverfolgbarkeit und ein effizienter Betrieb gewährleistet werden, der von fahrerlosen Transportfahrzeugen (Automated Guided Vehicles) sowie Handling-Fahrzeugen unterstützt werde.

LEED-Zertifizierung für umweltfreundliche Gebäude angestrebt

Der Standort Valdarno strebt zudem eine LEED-Zertifizierung auf der Bewertungsstufe „Gold“ an. LEED ist der weltweit anerkannte unabhängige Standard für die Planung, den Bau und Betrieb von umweltfreundlichen Gebäuden. Regenwasser soll für Bewässerungszwecke gesammelt, Produktionsabfälle soll zu 100 Prozent wiederverwertet und der gesamte Energiebedarf soll mit zertifizierten erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dazu wurde auch eine Photovoltaikanlage mit einer Erzeugungskapazität von 720 MWh installiert, die den Ausstoß von 338 Tonnen CO2 im Jahr vermeiden könne.

Die Stromverteilung wird mit dem ABB Ability Energy and Asset Manager optimiert. Diese Plattform sorgt ABB zufolge für die Überwachung und das effiziente Management von über 9.000 Geräten am Standort, einschließlich der Temperaturregelungs-, Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen. Das ermögliche gegenüber traditionellen Lösungen Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent. (ds)

e-mobility.abb.com

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