Ausbau des iMSys und neue Anwendungen erproben

31.08.2022 – Im dreijährigen Förderprojekt „SMGW-forwards“ erproben fünf Projektpartner in zwei Reallaboren, wie der Ausbau des intelligenten Messsystems und neue Anwendungen vorangetrieben werden können. Im Fokus steht die Weiterentwicklung des Smart Meter Gateways (SMGW) und der umgebenden Prozesslandschaft entlang des Stufenplans sowie deren Evaluation in der Praxis.

Hintergrund zum Projekt SMGW-forwards

Die Roadmap zur Digitalisierung der Energiewende des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK, ehemals BMWi) zeigt auf, wie das intelligente Messsystem (iMSys) und damit auch das Smart Meter Gateway stufenweise für energierelevante Anwendungen und Smarte Liegenschaften weiterzuentwickeln ist. Stand heute werden iMSys primär für die energiewirtschaftlichen Anwendungsfälle (EAF) im Bereich Smart Metering und Smart Grid eingesetzt. Mit Blick auf die kommende Stufe 4 des Stufenplans wird das iMSys im Projekt weiterentwickelt und um zusätzliche für Anwender nützliche Funktionen erweitert.

SMGW-forwards energiewirtschaftliche Anwendungsfaelle
Übersicht zu energiewirtschaftlichen Anwendungsfällen. Grafik: Power Plus Communications AG

Zehn energiewirtschaftliche Anwendungsfälle im Fokus

Die Arbeiten im Projekt fokussieren sich auf zehn EAFs, in deren Rahmen der netzdienliche Einsatz von iMSys über den aktuell schon gegebenen Funktionsumfang hinaus weiter gestärkt wird. Dabei werden im Bereich Smart Grid sowohl Anwendungsfälle zur direkten Anlagensteuerung als auch zur Steuerung über Sollwertvorgaben am Netzanschlusspunkt weiterentwickelt.

Auch die Ladeinfrastruktur soll von den im Rahmen von EAF 7 und EAF 16 entwickelten Lösungen profitieren. Die im Funktionsumfang erweiterten iMSys können unter anderem zur Erfassung des Energieverbrauchs beim Ladevorgang eingesetzt werden. Dazu wird auch die Anwendungsbreite des iMSys in der klassischen Domäne „Smart und Sub Metering“ weiter ausgebaut, wobei die Erfassung von Daten aus Liegenschaften, die Bereitstellung von Informationen für Mehrwertdienste und das Themenfeld „registrierende Leistungsmessung (RLM)“ fokussiert werden.

SMGW-forwards Projektpartner
Projektpartner und Zuständigkeiten im Projekt SMGW-forwards. Grafik: Power Plus Communications AG

Projektpartner und Zuständigkeiten

Das vom Gateway-Hersteller Power Plus Communications AG (PPC) geleitete Projekt ist Anfang des Jahres mit der Konzeption der in dem Projekt betrachteten EAFs gestartet. Dabei wurden die System- und Kommunikationsarchitekturen für das Zusammenspiel der einzelnen Rollen und Komponenten der EAFs erstellt sowie Prozessketten aufgestellt. Daraus wurden dann die wichtigsten Entwicklungsbedarfe bei den einzelnen Projektpartnern abgeleitet.

Übergeordnetes Ziel ist es, die im Projekt entwickelten Funktionalitäten zur Marktreife zu bringen sowie für den Einsatz im Massenmarkt zu optimieren. Um die Projektziele zu erreichen, wird die PPC ihre Smart Meter Gateways und CLS-Geräte weiterentwickeln. Die Robotron Datenbank-Software GmbH plant ihre GWA- und EMT-Systeme für die zukünftigen Herausforderungen zu ertüchtigen. Das erweiterte iMSys wird anschließend von den Projektpartnern e.kundenservice Netz GmbH, TEAG Thüringer Energie AG und TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH in Reallaboren beim Kunden erprobt. Zudem stehen die Projektpartner in regelmäßigen Abständen mit dem BMWK, dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und weiteren Behörden im Austausch über den Projektfortschritt und um Impulse aus den gewonnenen Projekterkenntnissen für die Standardisierung zu erhalten. (ds)

www.smgwforwards.de

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