Smart Grid: Speicher versorgt Forschungslabor und Betriebsgelände

INTILION Team Ingenieurbüro Pfeffer
v.l.n.r.: Thomas Cloidt, Global Key Account Manager eMobility bei Intilion, mit dem Team des Ingenieurbüro Pfeffer: Geschäftsführer Matthias Pfeffer, Sophia Pfeffer, Mitarbeiterin in Entwicklung und Vertrieb, und Marco Genehr, technischer Projektleiter. Foto: Intilion GmbH

21.09.2022 – Der Batteriespeicherhersteller Intilion hat auf dem Gelände des Ingenieurbüro Pfeffer in Rödermark sein Outdoorspeichersystem „INTILION scalebloc“ in Betrieb genommen. Der 68,5-kWh-Speicher mit einer Leistung von 68,5 kW versorgt ab sofort das Betriebsgebäude sowie das dort entstehende Smart Grid LAB Hessen mit Strom. In dem Forschungslabor wollen die Hochschule Darmstadt und das Ingenieurbüro Pfeffer gemeinsam mit weiteren Projektpartnern ein intelligentes Stromnetz unter Praxisbedingungen erforschen. Der Speicher von Intilion dient dabei zusätzlich als reales Element in einem realitätsnah nachgebildeten Smart Grid.

Verbraucher werden zu Prosumern

Im zukünftigen Stromnetz kommen durch die E-Mobilität und den Wärmesektor neue Lasten hinzu. Durch Solarstromanlagen und Heimspeicher werden Verbraucher zu Prosumern. „In unserem Labor bilden wir zukünftige Netzsituationen nach und erforschen, welche Probleme im Niederspannungsnetz entstehen und wie dynamische Betriebsmittel helfen können, diese Probleme zu beheben“, erklärt Sophia Pfeffer vom Ingenieurbüro Pfeffer.

Speicher INTILION Ingenieurbüro Pfeffer
Ein 68,5 kWh-Speicher von Intilion versorgt das Ingenieurbüro Pfeffer mit Strom. Foto: Intilion GmbH

Das Labor ist über eine intelligente Ortsnetzstation an das Mittelspannungsnetz angeschlossen. Über einen Teststromkreis, in dem einzelne Prosumer in Netzabschnitten zusammengefasst sind, kann das Forscherteam verschiedene Netzsituationen simulieren. Die Prosumer existieren dabei nicht real. Ihr Verbraucher- und Erzeugerverhalten haben die Forschenden in Form von Leistungsprofilen beschrieben. Ihr Verhalten lasse sich mithilfe von Wechselrichterpaaren simulieren. Dabei werde zwischen verschiedenen Netztopologien und Verbrauchern unterschieden, sodass Szenarien für ländliche, dörfliche, vorstädtische und städtische Gebiete entstehen.

Speicher intelligent einbinden

Der INTILION | scalebloc kann bei Bedarf dazugeschaltet werden. So soll unter anderem untersucht werden, wie sich Batteriespeicher künftig netzdienlich in das Stromnetz integrieren lassen. „Ziel ist es beispielsweise, Algorithmen zu schreiben, die Batteriespeicher intelligent einbinden“, erläutert Sophia Pfeffer. Als weitere reale Elemente komplettieren eine 30 kWp-Solarstromanlage und zwei e4you-Schnelladesäulen mit einer Gesamtleistung von 60 und 90 kW das System. (ds)

www.intilion.com
www.ipi-online.de

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