Enercity: Smarte Technik für 4.300 Straßenlaternen

Beleuchtung Strasse Nacht
Foto: tookapic / pixabay.com

18.11.2022 – Der Energiedienstleister Enercity und die Gemeinde Wedemark in der Region Hannover haben einen Vertrag über die Erneuerung, den Neubau sowie Betrieb und Steuerung von rund 4.300 Straßenleuchten über alle Ortsteile hinweg unterzeichnet. Enercity übernimmt das Straßenbeleuchtungs-Management, das künftig auf einer cloudbasierten Lösung basiert.

Die Grundlage des smarten Systems ist eine sogenannte M2M-Kommunikation (Maschine zu Maschine). Diese ermöglicht einen automatisierten Datenaustausch zwischen den Beleuchtungseinheiten und dem cloudbasierten Managementsystem für die Straßenbeleuchtung. Die gesamte Energie- und Leistungsüberwachung der Beleuchtungsinfrastruktur kann so künftig aus der Ferne überwacht werden, jeder einzelne Lichtpunkt innerhalb dieses Netzes kann wiederum individuell angesteuert werden.

Die neue Technologie schaffe die Möglichkeit, zu jeder Zeit spezifische Anpassungen der Brennzeiten, Lichtströme und der Dimmprofile vorzunehmen, wodurch erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden können. Allein der Einsatz von LED-Leuchten bewirkt Enercity zufolge eine Energieeinsparung von etwa 80 Prozent gegenüber konventionellen Leuchtmitteln. Die Lebensdauer eines LED-Moduls beläuft sich etwa auf 120.000 Brennstunden und entspricht damit einer Laufzeit von 30 Jahren.

Aufwand, Kosten und Zeit für Wartungsarbeiten einsparen

In jedem Gemeindeteil wird ein lokales Funknetz über zentrale Knotenpunkte, sogenannte Gateways, aufgebaut. Die Netzwerke werden so aufgezogen, dass alle Leuchten im Vertragsgebiet abgedeckt würden. Die Lichtpunkte kommunizieren permanent mit dem jeweiligen Gateway, um einen möglichst effizienten Datenaustausch innerhalb der vernetzten Beleuchtungsinfrastruktur zu gewährleisten. Über die Gateways werden die gesammelten Daten in das cloudbasierte System übertragen. Auch Buswartehallen und bereits umgerüstete LED-Leuchten werden mit entsprechender Funktechnologie nachträglich ausgerüstet und in das Gesamtsystem integriert.

Mithilfe datenbasierter Erkenntnisse über die öffentliche Beleuchtung sollen akute oder potenzielle Störungen frühzeitig erkannt und schnell behoben werden können. Die datengesteuerte Fernüberwachung sorge also für ein zuverlässiges Beleuchtungssystem, eine erhöhte Verkehrssicherheit sowie eine Reduzierung an Kosten, Zeit und Aufwand für die Wartung der öffentlichen Lichtpunkte. Das vernetzte Beleuchtungssystem bietet zudem die Chance, zukünftig mit weiteren Smart-City-Lösungen kombiniert zu werden.

Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten auch im Störungsfall den Brennbetrieb

Durch unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen sei gewährleistet, dass selbst bei Eintritt einer Störung der Betrieb der Leuchten aufrecht gehalten werden kann. Bei einer Unterbrechung des Mobilfunksignals, etwa zwischen Gateway und Cloud, bleibe der Leuchtenbetrieb stabil, da die Helligkeit innerhalb des Netzwerkes permanent überwacht wird und das jeweilige Signal in die netzwerkintegrierten Leuchten gesteuert wird. (ds)

www.enercity.de

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