04.12.2024 – Mit dem Ziel, die Rolle von Energiegemeinschaften zu stärken und innovative Energiemanagementlösungen zu entwickeln, ist Ende November das EU-Projekt STUNNED gestartet. Zum Auftakt des dreieinhalbjährigen Projekts trafen sich 18 Partner aus sieben Ländern in Genua, Italien.
Energiegemeinschaften als zentrale Akteure der Energiewende
Das Projekt STUNNED verfolgt das Ziel, Wohn- und Industriegebäude zu vernetzen und als Energiegemeinschaften zu organisieren. Diese sollen erneuerbare Energien gemeinschaftlich nutzen, Energieangebot und -nachfrage besser koordinieren und durch Flexibilitätslösungen wie Lastverschiebung oder Spitzenlastmanagement zur Stabilität lokaler Stromnetze beitragen.
Dafür wird eine integrierte Hard- und Softwarelösung entwickelt, die Energiemanagementsysteme verschiedener Akteure vernetzt. Diese Technologie soll die Nutzung erneuerbarer Energien optimieren und den Energieverbrauch in Gebäuden senken. In drei europäischen Demonstrationsregionen wird die Lösung unter realen Bedingungen getestet, um Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren und die Praxistauglichkeit zu beweisen.
Internationale Zusammenarbeit für lokale Lösungen
„Unser Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen, um Energy Communities in ganz Europa und darüber hinaus zu unterstützen und zu fördern“, erklärt Matteo Porta, wissenschaftlicher Projektkoordinator von RINA-C.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf Wissensaustausch und Vernetzung. Workshops, Schulungen und Netzwerkveranstaltungen sollen Energiedienstleister, Gebäudeeigentümer und lokale Behörden einbinden und so die Umsetzung der Lösungen fördern.
Zum Konsortium gehören Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Organisationen aus Ländern wie Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. Partner wie das Steinbeis Europa Zentrum übernehmen dabei zentrale Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit und der Verbreitung der Projektergebnisse. (pms)


