26.08.2025 – In einer aktuellen Umfrage von BauWatch berichten über die Hälfte der Unternehmen im Energiesektor von steigender Kriminalität auf den Baustellen – wobei einige Kriminellen sogar auf High-Tech wie KI und Drohnen zurückgreifen.

Symbolbild: Viele Energieprojekte sind von Baustellenkriminalität betroffen. (Bild: Prasanth / stock.adobe.com (KI-generiert)
Baustellenkriminalität ist ein Problem, vor allem bei kritischen Infrastrukturprojekten wie beispielsweise Kraftwerken, Stromnetzen oder EE-Anlagen. So zeigen die Ergebnisse des BauWatch Crime Reports 2025, dass 56 Prozent der knapp 150 befragten Entscheider aus dem Energiesektor und kritischer Infrastrukturen von mehr Kriminalität auf den Baustellen berichten. Besonders alarmierend: Bei Baustellen im Bereich der kritischen Infrastrukturen registrieren sogar 70 Prozent der Befragten einen Anstieg der Kriminalität. In Deutschland sind vor allem Kupfer (64 Prozent) und Kabel (56 Prozent) die am häufigsten gestohlenen Güter auf Baustellen, was zu Verzögerungen bei Energie- und Telekommunikationsprojekten führt.
„Baustellenkriminalität ist kein sporadisches Ärgernis, sondern ein systematisches, europaweites Problem mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen. Innovative Sicherheitslösungen sind unerlässlich, um Projekte, Mitarbeiter und die Zukunft der deutschen und europäischen Infrastruktur zu schützen“, mahnt Frau Petra Ehrhard, Marketing Officer der BauWatch Group.
Langfinger mit High-Tech
Zu allem Überfluss wird die Baustellenkriminalität der Studie nach immer ausgefeilter. 60 Prozent der Befragten stellen eine zunehmende Professionalisierung fest. 80 Prozent der Täter gelten mittlerweile als professionell oder zumindest teilweise professionell, wobei sie mittlerweile sogar modernste Methoden wie das Hacken von Sicherheitssystemen (19 Prozent), Drohnen zur Überwachung (16 Prozent) oder KI-gestützten Betrug (8 Prozent) einsetzen.
Für den BauWatch Crime Report 2025 wurden europaweit 3.900 Entscheider aus Bau- und Energieprojekten befragt, darunter 500 in Deutschland – knapp 150 aus dem Energiesektor und dem Bereich kritische Infrastrukturen. (cp)


