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Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell

29.09.2022 – IoT-Dienstleister ZENNER unterstützt Stadtwerke und Versorger bei der Umsetzung von nachhaltigen Geschäftsmodellen im Sinne der EU-Taxonomie und der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Nachhaltigkeit wird heute von der Mehrzahl der Bevölkerung befürwortet – und ist tatsächlich weit mehr als ein abstraktes Ziel: Die EU-Taxonomie zur Klassifizierung nachhaltiger Aktivitäten und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG) finden auf vielfache Weise Eingang in die deutsche Gesetzgebung. So resultieren aus Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) beispielsweise steigende CO2-Preise und der Carbon Footprint wird damit zum Zünglein an der Waage, wenn es um Auftragsvergaben, Kaufentscheidungen, Investitionen, die Bewertung von Immobilien oder die Wahl der richtigen Geschäftspartner geht. „Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind also längst zu betriebswirtschaftlichen Ressourcen und zu einem echten Wettbewerbsfaktor geworden“, resümiert René Claussen, Leiter des Geschäftsbereiches IoT & Digitale Lösungen bei der ZENNER International GmbH & Co. KG in Saarbrücken. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Stadtwerke und Versorger für nachhaltige Geschäftsmodelle zu sensibilisieren und deren Umsetzung zu unterstützen.

Nachhaltiges Quartier Fahrrad

Foto: iStock.com / Nikada

Energiekosten: Mehr Transparenz im Gebäudesektor

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Geschäftsmodelle auf der Grundlage digitaler Verbrauchsinformationen eröffnen Stadtwerken neue Erlösquellen und Kundenzugänge. Foto: ZENNER International GmbH & Co. KG

In diesem Sinne verweist Claussen auf das UN-Nachhaltigkeitsziel 7 (Bezahlbare und saubere Energie), aus dem sich ganz konkrete Angebote für den Gebäudesektor ableiten lassen: „In Zeiten, in denen die Kosten für die Energieversorgung rapide steigen, erwarten Gebäudebetreiber und Mieter transparente Informationen über den eigenen Energieverbrauch, um diesen optimieren und kalkulieren zu können.“ Das unterstützt die aktuelle Gesetzgebung: So schreibt etwa die Heizkostenverordnung (HKVO) vor, dass neu installierte Messtechnik zur Erfassung des Wärmeverbrauchs in Wohnungen zum Beispiel über Funksysteme fernauslesbar sein muss. Eigentümer:innen sind zudem verpflichtet, zusätzlich zur erweiterten Jahresabrechnung „unterjährige Verbrauchsinformationen (uVI)“ bereitzustellen. Bis Ende 2026 muss die Fernauslesbarkeit der Messtechnik flächendeckend gewährleistet sein. Umfragen zeigen, dass Liegenschaftsbetreiber sich zudem eine laufende Gesamtübersicht der Hauptmessungen von Wasser, Wärme, Strom und Gas wünschen.

Auch dezentrale Versorgungslösungen, etwa in Form von Photovoltaik/Mieterstrom, und nachhaltige Elektromobilitätsangebote gehören heute zum Anforderungsprofil attraktiver Wohn- und Gewerbeimmobilien. Mit dem Gebäude-Elektromobilitäts-Infrastrukturgesetz (GEIG) und der Photovoltaik (PV)-Pflicht in einigen Bundesländern flankiert der Gesetzgeber diese Entwicklungen.

Neue Wertschöpfung für Versorger

„Angesichts der erwarteten Entwicklungen rund um die Themen EU-Taxonomie und ESG melden Unternehmen und Wohnungswirtschaft heute verstärkt Bedarf an nachhaltigen Lösungen an. Ganz oben auf der Agenda: Transparente Verbrauchserfassung und Smart Building-Anwendungen“, so Claussen. Mit der Verknüpfung von Internet of Things (IoT)-Anwendungen einerseits und CLS-Management (Controllable Local Systems) im Rahmen der Nutzung intelligenter Messsysteme andererseits könnten lokale Versorger neue Wertschöpfung rund um das Thema Nachhaltigkeit generieren. Submetering, Smart Buildings, Erneuerbare Energien, lokale Energiespeicherung, Elektromobilität – auch in sektorenübergreifender Kombination mit Photovoltaik – sowie Smart City-Projekte seien typische Handlungsfelder.

„Neben dem Verbrauchsmonitoring durch digitale Messeinrichtungen sind sensorbasierte Smart Building-Anwendungen der zweite entscheidende Hebel zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Gebäudebetrieb“, erläutert René Claussen: Das Überwachen von Temperatur und anderen Parametern ermöglicht zum Beispiel eine Verbesserung der Energieeffizienz. Für mehr Gesundheit und Wohlergehen der Menschen in ihrer Wohn- und Arbeitsumgebung (UN-Nachhaltigkeitsziel 3) lassen sich zum Beispiel CO2-Werte, Luftfeuchtigkeit oder Temperaturen erfassen und das Raumklima optimieren. „Auch andere Gebäudeservices im Smart Building-Ökosystem wie Tür- und Fensterüberwachung, Leckage-Erkennung oder das Monitoring von Müllcontainern zahlen auf Komfort und Nachhaltigkeit ein“, ergänzt Claussen.

Nachhaltige Gebäude in Smart City-Konzepte integrieren

Metering Days 2022
Vortrag am 11.10.2022 ab 13.00 Uhr: Als aktiver EMT mit CLS-Management Mehrwertdienste erzielen ; Joachim Kopp Geschäftsführer der aktiver EMT GmbH

Nachhaltige Gebäude und Quartiere sollen auf der nächsten Ebene wiederum in Smart City-Konzepte integriert werden. Dafür steht das UN-Nachhaltigkeitsziel Nummer 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden). In der Smart City ermöglichen digitale Infrastrukturen beispielsweise das Überwachen der Luft- und Wasserqualität oder des Zustands von Grünflächen. Der innerstädtische Verkehr und die damit verbundenen Emissionen können mit Smart Parking-Lösungen signifikant reduziert werden. Für solche Anwendungsfälle hat ZENNER die Plattform ELEMENT IoT im Portfolio. Auf dieser werden dynamische Daten aus verschiedensten Sensor-basierten Anwendungen erfasst, in verschiedenen Applikationen verarbeitet oder für die Systeme der Anwender:innen verfügbar gemacht. Die dynamischen Sensordaten können zudem auf „Urbanen Datenplattformen“ abgebildet werden.

SMGW-basierte Services und IoT aus einer Hand

Um Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell für Stadtwerke auszuprägen, bietet ZENNER neben einer Vielzahl von IoT-Anwendungen auch smarte Lösungen für Use Cases, die via Smart Meter Gateway (SMGW) respektive dessen CLS-Schnittstelle realisiert werden können. Dazu gehören die Steuerung von Ladesäulen und PV-Anlagen und perspektivisch auch das Submetering. Hier unterstützt die zur Minol-ZENNER-Gruppe gehörende aktiver EMT GmbH, die als zertifizierter Datendienstleister die Prozesse zwischen dem SMGW und den Backend-Systemen des Kunden rechtssicher abwickelt.

René Claussen ist überzeugt: „Digitalisierung macht Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell. Durch die smarte Lösungswelt von ZENNER bekommen Stadtwerke und Energieversorger einen modularen Lösungsbaukasten an die Hand. Damit lassen sich die einzelnen Sektoren effizient vernetzen und Anwendungen realisieren, von denen viele direkt auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen.“ Davon, so der Bereichsleiter, profitierten sowohl die Kund:innen als auch das Stadtwerk. (pq)

www.zenner.de