05.09.2025 – Die regulatorischen Anforderungen steigen, die neuen Gegebenheiten an den Märkten fordern eine hohe Beweglichkeit und nicht zuletzt erwarten die Kund:innen individuelle, unkomplizierte Services rund um ihre Stromversorgung. Gleichzeitig werden die personellen Ressourcen in den Energieversorgungsunternehmen knapper. Bekannte Tatsachen – und nichts, was man mit zeitgemäßen digitalen Konzepten und Tools nicht lösen könnte. Es gibt sie längst und die Lieferanten und Energiedienstleister, die sie nutzen, profitieren erkennbar.

Gemeinsam Komplexität reduzieren
Dabei – und das ist neu – geht es nicht mehr primär um klassische Systemwechsel, sondern um wesentlich grundsätzlichere Fragen: Wie lassen sich aus vorhandenen Daten unternehmensweit Mehrwerte generieren? Wie kann man Standardprozesse sinnvoll automatisieren? Wie gewinnt man die notwendige Flexibilität, um neue Geschäftsmodelle und Prozesse schnell produktiv zu setzen? Das ist in der Energiewirtschaft zugegebenermaßen eine höchst komplexe Aufgabe. Sowohl auf Anwender- als auch Anbieterseite setzt sich jetzt die Erkenntnis durch, dass sie nur gemeinsam zu lösen ist.
Selten gab es so viele Kooperationen und Initiativen, auch über Wettbewerbsgrenzen hinweg, und selten wurden so viele Erfahrungen, Kompetenzen und Ressourcen geteilt. Stadtwerke tun sich zusammen, um gemeinsam die Möglichkeiten von KI für ihre Unternehmen zu erschließen. Versorger oder Energiedienstleister stellen ihre Lösungen der gesamten Branche zur Verfügung. IT-Anbieter öffnen ihre Lösungen und bündeln Know-how. Das Ende der Silos und Flickenteppiche scheint eingeläutet – und das ist mit Sicherheit der erste und wichtigste Schritt zu einer erfolgreichen digitalen Transformation. (pq)


