25.08.2025 – Gemeinsam mit ev-pay führt enercity ein Pilotprojekt für flexible Strompreise beim öffentlichen Laden ein.
Enercity startet in Hannover ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt: An zwölf Schnellladestationen mit insgesamt 24 Ladepunkten am Cityring können Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos ab sofort zu dynamischen Preisen laden. Die Kilowattstunde kostet je nach Markt- und Nettsituation zwischen 37 und 67 Cent – ohne Vertragsbindung und mit kontaktlosem Bezahlen.
„Das Pilotprojekt zum dynamischen Laden ist ein strategischer Meilenstein auf dem Weg zu einer vernetzten, bezahlbaren und klimafreundlichen Mobilität“, sagt Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende der enercity AG.

Einfaches Laden & transparente Preise: das neue Angebot funktioniert wie kontaktloses Bezahlen im Supermarkt (Bild: enercity/Schaarschmidt)
So funktioniert das Modell
Das Prinzip orientiert sich am Day-Ahead-Strommarkt: Die Preise für den Folgetag stehen täglich ab 13:30 Uhr fest und werden sowohl an der Ladesäule als auch online angezeigt. Bezahlt wird einfach per Giro- oder Kreditkarte sowie über Apple Pay oder Google Pay.
Technologiepartner ev-pay bringt die Schnittstelle zwischen Spotmarkt und Ladeinfrastruktur ein. „Wir können nun für das Ad-hoc-Laden dynamisch stundengenaue Day-Ahead-Preise vom Spotmarkt in den Ladepreis einfließen lassen und das erstmalig eichrechtskonform“, erklärt ev-pay-Geschäftsführer Dominik Freund.
Anreize für netzdienliches Laden
Das Modell soll E-Autofahrerinnen und -fahrer motivieren, ihre Ladevorgänge in Zeiten mit viel erneuerbarem Strom zu verlegen. So sinken Kosten für die Nutzer, während Netzbelastungen reduziert werden.
Die Ergebnisse des Projekts sollen zeigen, wie stark sich Ladeverhalten und Netzstabilität durch Preissignale beeinflussen lassen. Langfristig plant enercity, das dynamische Laden auf weitere Standorte auszuweiten und in die eigene App easyGo zu integrieren. (pms)

