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Abgestimmt

Entgegen mancher politischer Polemik sind die Erneuerbaren in der Bevölkerung angekommen – und dies im positiven Sinn: Die Akzeptanz für die PV-Anlage auf den heimischen Dächern ist hoch, Mieterstrom-Angebote werten Wohnimmobilien auf und über die Beteiligung am örtlichen Windpark freuen sich viele Kommunen. Auch die Vermarktung von „grünem“ Strom erweist sich als Erfolgsmodell. Nimmt man jedoch einen größeren Maßstab zur Hand, so wird klar, dass die Erneuerbaren nur dann die angestrebte Rolle im Stromsystem spielen können, wenn auch die Netze parallel ausgebaut und vorhandene Kapazitäten intelligenter genutzt werden: Einfach nur ein paar zusätzliche Kabel in der Erde verbuddeln, wird da nicht helfen. Was hingegen hilft: Erfolgversprechende Wege wie etwa ein agiles Einspeise- und Engpassmanagement oder der Einsatz von Flexibilitäten jeglicher Größe fortzusetzen und auszubauen. Hier ist die Politik gefragt, bestehende Hürden für das reibungslose Zusammenspiel von erneuerbarer Erzeugung, Netz und Markt zu beseitigen – ohne dabei den Ausbau von Wind, Solar und Speichern zu bremsen. (cp)

 

IM GESPRÄCH MIT…

Foto: TEDEXA GmbH

Michael Darnieder, Geschäftsführer bei der TEDEXA GmbH

Herr Darnieder, künstliche Intelligenz (KI) scheint eine immer wichtigere Rolle in so gut wie allen Branchen zu spielen. Wie sieht es denn aktuell in der Windbranche aus?

In der Windbranche kommt der Einsatz von KI bislang nur langsam voran. Der Digitalisierungsgrad ist insgesamt noch zu niedrig und viele Abläufe sind weiterhin manuell. KI und moderne Technologie gibt es zwar schon, aber meist in der Turbine selbst. In den Unternehmen, also in den internen Prozessen, ist davon bisher wenig angekommen, obwohl gerade dort enorme Effizienzpotenziale liegen. Dabei wäre schon heute viel mehr möglich, als die meisten denken.

Was ist denn schon alles möglich?

Schon heute lässt sich z. B. mit KI in kaufmännischen Abteilungen und der Projektentwicklung spürbar mehr bewegen. Vertragsunterlagen, Rechnungen und Pachten lassen sich automatisiert erstellen und prüfen, wichtige Informationen in umfangreichen Dokumenten sind in Sekunden gefunden. Flächenbewertungen laufen schneller, Restriktionen werden automatisch erkannt. Insgesamt führt das zu besseren Entscheidungen in kürzerer Zeit und macht die Projektarbeit spürbar effizienter. Daneben entstehen viele Nischenlösungen, oft von kleineren Anbietern. Spannend finde ich auch Ansätze, die über die Technik hinausgehen: Es gibt bereits KI-Systeme, die helfen, die Akzeptanz von Windprojekten zu erhöhen, indem sie soziodemografische Daten und die Stimmung in der Bevölkerung auswerten.

Woran liegt es, dass sich viele Unternehmen so schwer tun, KI zu integrieren?

Vielen Unternehmen fehlt schlicht die Unterstützung und das Know-how, wie und wo angesetzt werden sollte. Das Umdenken beginnt gerade erst, und KI wird oft nur rudimentär eingesetzt. Viele verbinden KI nur mit ChatGPT, obwohl generative KI nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten ist. Eigentlich müssten Unternehmen ihre Mitarbeitenden schulen – und zwar nicht nur aus eigenem Interesse, sondern weil sie dazu gesetzlich verpflichtet sind, sobald KI im Einsatz ist. Doch vielen ist das nicht bewusst. Auch die damit verbundenen neuen Regulierungen, wie etwa der Data Act, sind in vielen Firmen kaum bekannt, obwohl gerade dieser auch Chancen bietet, den Umgang mit Daten professioneller, sicherer und wertschöpfender zu gestalten. Besonders der Mittelstand tut sich schwer, große Firmen und Start-ups sind deutlich besser aufgestellt. Und natürlich spielt auch Angst eine Rolle: Die Sorge, durch KI ersetzt zu werden, bremst viele zusätzlich.

Was denken Sie, ist in der Windbranche noch alles möglich mit KI?

Künftig wird KI komplexere Aufgaben übernehmen, wird flexibel auf die Umgebung reagieren und so den Automatisierungsgrad deutlich erhöhen – im Unternehmen und in der Anlage. Gleichzeitig bleibt der Mensch unverzichtbar – die Systeme brauchen jemanden, der die Abläufe überwacht und Entscheidungen trifft, wenn es kritisch wird. Wenn man weiter denkt, könnte es in fünf bis zehn Jahren so sein, dass Wartungen und Inspektionen größtenteils von Robotern erledigt werden, während die Mitarbeiter die Aufsicht behalten. Schon heute inspizieren Drohnen Rotorblätter und melden über Bilderkennung Schäden. So kann ein Team beispielsweise die Betreuung von deutlich mehr Anlagen übernehmen, ohne dass die Qualität leidet.

Wofür steht der goldene Humphrey?

Der Goldene Humphrey zeichnet Unternehmen und Innovatoren aus, die das Potenzial von KI mutig nutzen und damit frische Impulse in die Windenergiebranche bringen. Wir möchten sichtbar machen, was heute bereits möglich ist – und andere dazu ermutigen, diesen Weg ebenfalls zu gehen. Humphrey steht dabei sinnbildlich für den Geist der Innovation: für Ideen, die Grenzen verschieben und die Branche auf ein neues Level heben. Mit dem Award rücken wir genau diese Projekte ins Rampenlicht, damit alle sehen, wie weit KI uns schon heute bringen kann. (pms)

www.tedexa.de

 

Unter Druck

Die energiewirtschaftliche Beratung enervis prognostiziert einen deutlichen Rückgang der Marktwerte für Wind- und Solarstrom in den kommenden drei Jahren. Laut Modellrechnung werden die Marktwerte von Wind Onshore bis 2028 um rund 25 Prozent auf etwa 56 €/ MWh sinken – bei Photovoltaik erwartet die Studie sogar einen Rückgang auf nur noch rund 37 €/MWh. (cp)

www.enervis.de   www.node.energy

Foto: enercity AG



„Wir sagen immer, dass wir aus jedem Euro, den wir verdienen, wieder fünf Euro neu in die Energiewende investieren können.“

Aurélie Alemany, Vorsitzende des Vorstandes der enercity AG

Eingesteckt

Der Trafo ist das Herz der neuen Einspeisesteckdose in Niederviehbach. (Foto: Bayernwerk)

Nach nur acht Monaten Bauzeit hat die erste „Einspeisesteckdose“ der Bayernwerk Netz in Niederviehbach ihren Betrieb aufgenommen. Bei der sogenannten Einspeisesteckdose handelt es sich um ein neues netztechnisches Konzept, mit dem der Netzbetreiber vorausschauend zusätzliche Anschlusskapazitäten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien bereitstellt. Die Lösung besteht darin, dass zusätzliche Trafoleistung durch ein neues Umspannwerk an einem bestimmten Punkt im Netz bereitgestellt wird – und dies noch bevor alle zukünftigen EE-Einspeiseprojekte konkretisiert wurden. Mit diesem Verfahren soll der Stromnetzausbau künftig besser mit dem Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen synchronisiert werden. (cp)

www.bayernwerk.de

Geteilte Energie – neues Geschäft

Mit der jüngsten Novelle des EnWG setzt Deutschland in § 42 das sogenannte Energy Sharing um. Bürger:innen, kleine Unternehmen und private Betreiber erneuerbarer Erzeugungsanlagen können den erneuerbaren Strom nun innerhalb einer Energiegemeinschaft miteinander teilen. Stadtwerke, die proaktiv eine Strom-Community bereitstellen, gewinnen die Mitglieder als Kunden für die Reststromversorgung, können überschüssigen Ökostrom der Prosumer zu einem festen Preis abnehmen – und von der gemeinschaftlich gehandelten Energie profitieren. Drei Mitglieder der BO4E-Initiative – ene’t, conscoo und Fichtner IT Consulting – haben ihre Lösungen verbunden und in nur zehn Tagen ein einsatzbereites White-Label-Produkt für Versorger entwickelt. (pq).

www.bo4e.de

Gut vermittelt

Die unabhängige Vermittlungsplattform für Energieprojekte Autarkie Makler hat eine bundesweite Kampagne gestartet und ruft Eigentümer von Gewerbe-, Industrie- und Konversionsflächen dazu auf, ihre Grundstücke für Energieprojekte wie Batteriespeicher, Photovoltaik oder hybride Autarkielösungen bereitzustellen. Die Plattform bietet eine neutrale, technologieoffene Prüfung mit dem Ziel an, Eigentümer und passenden Projektpartner zusammenzubringen. Hierzu koordiniert der Autarkie Makler die Netzverträglichkeitsprüfung, erarbeitet ein technisches Konzept mit Wirtschaftlichkeitsprognose und vermittelt die passenden Entwickler oder Betreiber von EE-Anlagen an die Grundstückseigentümer. (cp)

www.autarkiemakler.de

Ziel verfehlt

Deutschland wird das Ausbauziel von 30 GW installierter Offshore-Leistung am Netz bis 2030 deutlich verpassen. Das geht aus dem Statusbericht der Deutschen WindGuard hervor. Demnach liegt die erwartete kumulierte Leistung in fünf Jahren erst bei 20 GW. Ende Juni 2025 betrug die Leistung 9,2 GW. WindGuard prognostiziert, dass das oben genannte Ausbauziel erst 2032 erreicht werde. Dafür ist aber 2031 ein im Vergleich zu den Vorjahren klar erhöhter Leistungszubau von circa 8.500 MW nötig. (cst)

www.wind-energie.de

Foto: Ørsted

Geräuscharm

Ørsted hat für seine Technologie „Osonic“ den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Produkte erhalten. Im Offshore-Windpark Gode Wind 3 kam erstmals die Jetting-Technologie zum Einsatz, bei der die Monopile-Fundamente mit Hochdruck-Wasserstrahlen installiert werden. Nach Unternehmensangaben wurde hierdurch der Lärm unter Wasser um 34 Dezibel gegenüber der herkömmlichen Installation gesenkt. (cst)

www.orsted.de

Foto: TenneT Germany

Safety first

TenneT setzt für die Überwachung seiner Offshore-Konverteranlagen in der Nordsee auf Sicherheitssysteme von Securiton. Die große Herausforderung liegt darin, eine robuste Lösung zu entwickeln, die den extremen Umgebungseinflüssen standhält. In den technischen Innenräumen der Konverter und auf der Außenhaut der Anlage kommen unter anderem hochauflösende Kameras, eine permanente Videoüberwachung sowie Frühwarnsysteme zum Einsatz. Alle sicherheitsrelevanten Daten und Ereignisse laufen in einer zentralen Leitstelle an Land zusammen. Dort erfolgt die Bewertung der Lage sowie die Fernverifikation und -steuerung. (cst)

www.tennet.eu   www.securiton.de

In der Warteschleife

Der „Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie in den Bereichen Windenergie auf See und Stromnetze“ (21/1491) sieht unter anderem die Einführung von Beschleunigungsflächen für Windenergie auf See und Offshore-Anbindungsleitungen vor. Für solche Flächen und Gebiete sollen verschlankte Zulassungsverfahren gelten. (pq)

www.bundestag.de

Ohne Gebote blieben die Flächen N-10.1 und N-10.2 mit einem Volumen von 2.000 bzw. 500 MW in der August- Ausschreibung für Offshore-Windenergieanlagen. Die Neuausschreibung erfolgt laut BNetzA zum Juni 2026. (cst)

www.bdew.de

 

Im Laufe des ersten Halbjahres 2025 kam zu den bereits aktiven 1.639 Offshore-Windanlagen keine weitere hinzu, die erstmalig ins Netz eingespeist hat.

Quelle: Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland, Deutsche WindGuard

Um den Nachlauf-Effekten genauer auf den Grund zu gehen, führte ein DLR-Team im Forschungswindpark WiValdi Drohnenflüge durch. (Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

Dem Nachlauf auf der Spur

Im Forschungswindpark WiValdi untersuchte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den nahen Nachlauf von Windturbinen. Um die benötigten Messungen direkt vor und hinter den Windturbinen durchzuführen, nutzen die Forscher:innen einen Drohnenschwarm. Das Vorabergebnis: Insbesondere die turbulenten Luftwirbel an den Rottorblattspitzen bewegen sich bei Wind im Nachlauf weiter mit, als bisher angenommen wurde. Das Forschungsteam ist sich sicher: Je besser der Nachlauf verstanden wird, umso einfacher lässt sich am Computer simulieren, was zwischen den Anlagen im Windpark passiert. (cp)

www.dlr.de

Was passiert eigentlich,

… wenn Windkraftanlagen stillgelegt werden?

In der Regel wird das Windrad abgebaut und recycelt. Dabei wird der Turm aus Stahl wiederverwertet und das Fundament aus Zement landet im Straßenbau. Dies umfasst fast 90 Prozent der Anlage. Die größte Herausforderung stellt nach Ansicht von Forschern des Fraunhofer IGCV jedoch das Rotorblatt dar, da dieses meist aus einem bunten Materialstrauß wie faserverstärkten Kunststoffen, Holz, Schaum, Metallen und anderen besteht. (cp)

www.igcv.fraunhofer.de

Regionaler PV-Strom

Die LEW baut in Nordschwaben einen PV-Park mit einer Gesamtleistung von knapp 24 MWp Leistung. Der Clou: Unternehmen können sich den regional erzeugten Ökostrom über einen Direktliefervertrag (PPA) zum Festpreis beziehen und erhalten einen Herkunftsnachweis über die regionale Erzeugung. Die Fertigstellung des Solarparks in Daiting ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. (cp)

www.lew.de

Überzeichnet

Die Ausschreibungsrunde zum Gebotstermin 1. Juli 2025 für PV-Freiflächenanlagen sowie für Solaranlagen, die auf baulichen Anlagen errichtet werden, war erneut überzeichnet. Nach Angaben der Bundesnetzagentur betrug die ausgeschriebene Menge in dieser Runde 2.266 Megawatt (MW). Von den 313 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 2.820 MW konnten lediglich 258 Gebote mit einem Umfang von 2.271 MW bezuschlagt werden. (cp)

www.bundesnetzagentur.de

 

Foto: Smartvolt AG

Die faltbaren Solaranlagen für Flachdächer der Schweizer Smartvolt AG lassen sich unter anderem auf Industriedächern, Baustellencontainern oder Kranstellflächen von Windparks aufstellen. Das Plug-and-Play-System lässt sich schnell installieren und abbauen, wodurch es auch für sanierungsbedürftige Dächer oder saisonale Anlagen geeignet ist. (cp)

www.smartsolarbox.com

Besser planen

Der Softwarehersteller Tabtool hat eine spezialisierte Baumanagement-Software für große PV-Projekte gelauncht. Die Anwendung bündelt Aufgabenmanagement, Bautagebuch, Materialverwaltung und Inbetriebnahmeprotokolle auf einer zentralen Plattform mit offlinefähiger App. Ziel ist es, die fragmentierten Excel-Listen, E-Mail-Ketten und Papierdokumentation durch eine zentrale Plattform zu ersetzen, damit alle Projektbeteiligten mit denselben Informationen arbeiten können. (cp)

www.tabtool.de

DIY Energiewende

Die TH Köln untersucht im Mehrgenerationenhaus WAJ in Neuehrenfeld die praktischen und sozialen Auswirkungen von Balkonsolaranlagen. Insgesamt 17 Balkonkraftwerke mit Messtechnik werden dort installiert. Die Haushalte können so selbst Strom erzeugen und ihren Verbrauch in Echtzeit nachvollziehen. Zusätzlich sind hausinterne Energiespar-Challenges geplant. (pms)

www.th-koeln.de

Bürgerstrom leicht gemacht

In Trier zeigt ein Projekt der lokalen Stadtwerke und A EINS, wie Bürgerbeteiligung im Solarbereich digital funktionieren kann. Über die Plattform „Unser Strom“ erwerben Menschen Bezugsrechte an regionalen Solaranlagen und erhalten dafür eine feste jährliche Strompauschale. Die Beteiligung läuft per App, inklusive Liveblick auf Produktion und eigenen Verbrauch. Bezugsrechte lassen sich sogar weitergeben, etwa wenn Kinder ausziehen. (pms)

www.aeins.de

 

Gefragt

Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2024 insgesamt 9.710 Anschlussanfragen für Batteriespeicher in Mittelspannungs- und Hochspannungsebene bei den Netzbetreibern eingereicht – lediglich rund 3.800 Anfragen aus 2024 und den vorangegangenen Jahren wurden eine Zusage für den Netzanschluss erteilt. (cp)

www.smard.de

 

Rund 2,2 Millionen stationäre Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von insgesamt rund 23 Gigawattstunden waren Ende Juli 2025 in Betrieb. Der BSW-Solar fordert die Bundesregierung auf, sich bis 2030 eine Mindestkapazität von 100 Gigawattstunden für Batteriespeicher gesetzgeberisch zum Ziel zu setzen.

Quelle: Bundesnetzagentur / Bundesverband Solarwirtschaft e. V.

 

Zweite Chance für E-Auto-Akkus

In Aach zeigt ein neues EnBW-Projekt, wie sich Fahrzeugbatterien sinnvoll weiter nutzen lassen. Neben dem 14,2 Megawatt Solarpark entsteht ein Speicher aus 360 Modulen, die ursprünglich für E-Autos produziert wurden. Die Module stammen aus Überproduktionen und bekommen hier eine zweite Chance. Mit 2,34 Megawattstunden Kapazität glätten sie die Einspeisung und erhöhen die Effizienz des Standorts. (pms)

www.enbw.com encore.deutschebahn.com

Der Solaravatar

Das Unternehmen Sunshine Energy Solution hat einen „Solaravatar” für die KI-gestützte Online-Solarberatung entwickelt. Beim digitalen Avatar handelt es sich nach Unternehmensangaben um keinen gängigen Chatbot, da dessen Darstellung von einem Schauspieler verkörpert wird. Die für die Lösung zugrundeliegende KI soll eine proprietäre Informationsbasis nutzen, die von Solarexpert:innen erstellt wurde. So wollen die Entwickler:innen garantieren, dass der Avatar eine deutlich höhere Antwortqualität als herkömmliche Large Language Models (LLMs) aufweist. (cp)

www.solaravatar.com

Bis zu 20,4 Millionen Wohnungen in Deutschland könnten mit Mieterstrom versorgt werden. Das entspricht fast einem Drittel des Photovoltaik-Ausbauziels bis 2030 mit einem Potenzial von 60 GW Solarleistung.

(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.)

Solar für Mehrfamilienhäuser

Die Stadtwerke Bonn starten ein PV-Programm für Mehrfamilienhäuser: Eigentümer:innen verpachten ihre Dächer, während die SWB den Bau, Betrieb und Wartung übernimmt. Mieter:innen können allerdings selbst entscheiden, ob sie den erzeugten Solarstrom nutzen wollten.

www.swb-konzern.de

Foto: SINN Power GmbH

Senkrecht auf dem Wasser

SINN Power hat eine schwimmende PV-Anlage mit senkrecht montierten Ost-West-Modulen im Kieswerk Jais in Betrieb genommen. Die Pilotanlage kommt auf 1,87 MW und soll rund 2 GWh pro Jahr liefern. Sie bedeckt nur einen kleinen Teil der Wasserfläche, arbeitet über den Tag gleichmäßig und eignet sich damit auch für kleinere Gewässer. Die seilgeführte Konstruktion hält Wind und Wellengang stand und zeigt erste ökologische Pluspunkte, weil Licht und Sauerstoff weiter ins Wasser gelangen. (pms)

www.sinnpower.com

Mehr Leistung

Mit der Initiative „Dein Stromspeicher kann mehr!“ der HTW Berlin sollen Anlagenbetreiber:innen motiviert werden, ihre Batterien gezielt zur Mittagszeit zu laden. So lassen sich Netzspitzen glätten, die Lebensdauer der Speicher verlängern und der Wert des Solarstroms steigern. Laut Berechnungen der HTW können Lithium-Ionen-Batterien im Schnitt zwei Jahre länger halten und bei einem 10 kWh Speicher rund 800 Euro sparen. (pms)

solar.htw-berlin.de

In den Markt gebracht

TESVOLT Energy hat eine Software entwickelt, die kleineren Batteriespeicher des Herstellers in einem virtuellen Kraftwerk bündelt, sodass deren Flexibilitäten gehandelt werden können. Mit ihrem Ansatz agiert das Unternehmen auf der Nieder- und Mittelspannungsebene und hebt zusätzlich ungenutzte Restkapazitäten bei bestehenden Netzanschlüssen, vor allem bei Industrie- und Gewerbebetrieben, in dem sie das Trading von (Klein-)Flexibilitäten ermöglicht. „Mithilfe der vorinstallierten Software aggregieren wir die Speicherleistung der vielen kleineren TESVOLT-Speichersysteme und fassen diese dann in einer virtuellen Batterie zusammen. Die von uns ausgesuchten Trader können dann anteilig die Flexibilitäten der virtuellen Batterie am Markt handeln. Die generierten Erlöse kommen dann sozusagen in einen Topf und werden am Monatsende zu gleichen Konditionen und transparent unter den Batteriespeicherbesitzer:innen aufgeteilt – ähnlich wie bei einer Genossenschaft“, fasst Sebastian Kratz, Managing Director von TESVOLT Energy, die grundlegende Geschäftsidee zusammen. (cp)

www.tesvolt-energy.com