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Gebremst

Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen zeigt sich, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderliegen. Die Klimakonferenz in Belém, ausgerechnet in einem der schönsten Länder der Welt, brachte zwar Fortschritte, aber keinen klaren Abschied von Kohle, Öl und Gas. Und während die EU ihr 2040-Ziel mit weicheren Regeln versieht und den ETS2-Start bis 2028 verschiebt, rutscht Deutschland im neuen Klimaschutzindex weiter ab: von Platz 16 auf Platz 22. Nur noch „mäßig“. Mäßig ist auch die Einschätzung der Branche: 92 Prozent der Stadtwerke sehen sich durch die Komplexität rechtlichen Rahmenbedingungen in der Umsetzung der Energiewende gebremst. Und trotzdem tun sie es. Stadtwerke und Netzbetreiber stemmen den Ausbau, integrieren mehr Erneuerbare und schaffen Angebote, mit denen Menschen sich an der Energiewende beteiligen können. Sie halten das Netz stabil, während sich die politischen Leitplanken ständig verschieben. Ihre Bedeutung für den Umbau des Energiesystems wird nach wie vor unterschätzt – oft sogar von ihnen selbst. Ihr Potenzial und ihr Engagement gilt es zu fördern und auszubauen. (pms)

Klimaschutz als Unternehmensstrategie

EWE hat erstmals einen Klimatransitionsplan vorgelegt, um bis 2035 klimaneutral bei den eigenen Emissionen zu werden. Seit 2018 sanken die direkten Emissionen um über 64 Prozent. Investitionen von über 16 Milliarden Euro in Netze, Ladeinfrastruktur und klimafreundliche Wärme sollen die Ziele sichern. Der Plan bündelt erstmals alle Maßnahmen, bezieht Lieferanten ein und erfüllt die CSRD-Anforderungen. (pms)

www.ewe.com

Untergrund statt Atmosphäre

Der Deutscher Bundestag hat am 6. November 2025 die Novelle des Kohlendioxid Speicherungs- und Transportgesetz (CCS) verabschiedet. Bisher war die Speicherung von CO₂ in Deutschland nur zu Forschungszwecken erlaubt. Zukünftig können Industrie-Emissionen abgeschieden, durch ein Pipeline-Netz transportiert und vorrangig unter dem Meeresboden dauerhaft gelagert werden. (pms)

Schaffen wir das?

Führungskräfte der Energiewirtschaft bezweifeln, dass die Ziele der Energiewende mit den aktuellen Maßnahmen erreicht werden können. Nur 8 % der Befragten im BEMD-Energiemarktmonitor 2030 glauben daran, 13 % denken, dass die Ziele nur mit zusätzlichen Maßnahmen erreichbar sind, 79 % glauben das nicht. (pq)


Quelle: BEMD / Energiemarktmonitor 2030