05.09.2025 – Die TH Köln erprobt in einem Mehrgenerationenhaus in Neuehrenfeld, wie Bürger:innen aktiv an der Energiewende teilhaben können.
Im Projekt „DIY Energiewende“ kooperiert die TH Köln mit dem Mehrgenerationenhaus WAJ in Köln-Neuehrenfeld. Insgesamt 17 Balkonkraftwerke mit Messtechnik werden dort installiert. Die Haushalte können so selbst Strom erzeugen und ihren Verbrauch in Echtzeit nachvollziehen. Zusätzlich sind hausinterne Energiespar-Challenges geplant.
Partizipation als Schlüssel
„Die Energiewende gelingt nur, wenn sie alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv mitgestalten“, sagt Projektleiterin Prof. Dr. Valérie Varney vom Cologne Innovation and Transfer Lab. Das Vorhaben verbindet technologische Aspekte mit Bildungsformaten und Forschung. Energiespar-Challenges im Haus sollen zusätzlich motivieren, vorhandene Potenziale zu nutzen.

BU: Es gibt rund 530 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland – ein enormes Potenzial für Balkonkraftwerk und partizipative Formate, die Akzeptanz für die Energiewende schaffen können. (Bild: Keivan Akbari/TH Köln)
Erkenntnisse für die Branche
Für die TH Köln ist das Projekt ein Reallabor, in dem die praktischen und sozialen Auswirkungen von Balkonsolaranlagen untersucht werden. „Das Projekt macht individuelle Zugänge zur Energiewende sichtbar und untersucht die sozialen und praktischen Auswirkungen der Balkonsolaranlagen“, erklärt Projektkoordinatorin Dr. Eva-Maria Grommes. Neben dem Monitoring sollen Reflexionsformate den Austausch fördern und zu nachhaltigem Handeln anregen.
Gefördert von der DBU
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Projekt bis 2027 mit rund 250.000 Euro. Entscheidend für die Förderung sei die aktive Einbindung der Bewohner, betont DBU-Referentin Melanie Vogelpohl. Auf diese Weise könne Klimaschutz niedrigschwellig im Alltag verankert und Akzeptanz für neue Technologien geschaffen werden. (pms)



